Winterthur

    Zimmer Biomet plant Jobabbau in Winterthur

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    Winterthur Stadt,

    Beim US-Medizintechnikkonzern Zimmer Biomet könnten bis zu 580 Stellen wegfallen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

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    Beim US-Medizintechnikkonzern Zimmer Biomet könnten bis zu 730 Stellen wegfallen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der US-Medizintechnikkonzern Zimmer Biomet plant einen grossen Stellenabbau in Winterthur.
    • Bis zu 580 von 730 Stellen könnten wegfallen – das Unternehmen ist seit 2003 im Besitz des Standortes in Winterthur.
    • Die Stadt Winterthur zeigt sich in einer Medienmitteilung besorgt.

    Hiobsbotschaft für die Mitarbeitenden des US-Medizintechnikkonzerns Zimmer Biomet in Winterthur.

    Im Zuge einer Umstrukturierung der Produktion könnten am Standort bis zu 580 der 730 Stellen wegfallen. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

    Der Abbau sei aber noch nicht in Stein gemeisselt, betonte eine Firmensprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur AWP auf Anfrage. Es sei erst ein Konsultationsverfahren gestartet worden.

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    Das Unternehmen hat seit 2003 ihren Standort in Winterthur. - keystone

    Zimmer hatte den ehemaligen Schweizer Orthopädiekonzern Centerpulse im Herbst 2003 übernommen. Die Amerikaner gewannen damals einen monatelangen Bieterkampf gegen den britischen Medizinaltechnikkonzern Smith & Nephew (S&N).

    Zimmer bezahlte rund 4,5 Milliarden Franken und damit rund 1 Milliarde mehr, als die Briten auf den Tisch legen wollten. Zusammen mit den Schweizern schwang sich Zimmer damals zum grössten reinen Orthopädie-Unternehmen der Welt auf.

    Centerpulse, die einst vom Winterthurer Traditionskonzern Sulzer abgespalten worden war, hatte damals Schlagzeilen mit verunreinigten Hüft- und Kniegelenken gemacht.

    Weil die verölten künstlichen Gelenke nicht einwuchsen, mussten sich die Patienten einer neuen Operation unterziehen. Die Folge war eine Klagewelle gegen die ehemalige Sulzer Medica, die das Unternehmen Millionen an Entschädigungen kostete, was zu Gewinneinbrüchen führte.

    Effizienz soll sich verbessern

    Winterthur wurde zeitweise zum Zimmer-Sitz für Europa, Australien und Asien. Nun folgt der Kahlschlag.

    «Wir sind uns der Bedeutung des Standorts Winterthur, seiner langjährigen Tradition und des wichtigen Beitrags unseres Teams vor Ort sehr bewusst», lässt sich Zimmer-Biomet-Managerin Elizabeth Gauthier zitieren.

    Die vorgeschlagenen Veränderungen sind laut dem Communiqué Teil der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Produktionsnetzwerks von Zimmer Biomet. Ziel sei es, das Produktions- und Liefernetzwerk zu vereinfachen, die Effizienz zu steigern und das Unternehmen langfristig erfolgreich aufzustellen.

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    Kommentare

    User #2197 (nicht angemeldet)

    Und weiter mit den Massenkündigungen! Und alle ruffen nach Fachtkräfte! das soll einer verstehen? Kahlschlag: Zimmer Biomet Winterthur 580 Baut Jobs ab.

    User #4365 (nicht angemeldet)

    Das ist gut so, dass sie Stellen streichen. Schade zwar um die Abgestellten, aber dafür erstens: weniger USA in der Schweiz und zweitens: weniger Geld, das in der Schweiz generiert wird aber danach zu einem Grossteil in die USA fliesst. Die Abgestellten werden sicher wieder eine Stelle finden, wir haben ja schliesslich einen grossen Mangel an Fachkräften hier in der Schweiz. Und auch wenn sie für gewisse Branchen noch keine Fachkräfte sind, dann werden sie es dann schon mit der Zeit. Deshalb kein Grund zur Aufregung.

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