White Tale strebt keine Clariant-Aufspaltung an
Der Konflikt zwischen Clariant-Grossaktionär White Tale und der Unternehmensführung kocht weiter hoch. Eine Abspaltung des Chemiekonzerns sei nie geplant gewesen.
In einer Stellungnahme zeigte sich White Tale am Dienstag enttäuscht über
Äusserungen des Verwaltungsrates vom letzten Freitag.
Man habe nie die Aufspaltung des
Unternehmens angestrebt, schreibt der Grossaktionär, der rund 20 Prozent an
Clariant hält. Man freue sich nun darauf, seine Anliegen den Aktionären von
Clariant direkt vorzulegen, hiess es weiter.
In welcher Form dies geschehen soll,
sei noch offen, sagte ein White-Tale-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur
AWP. Dies könne in direkten Gesprächen, an der ordentlichen Generalversammlung
oder einer ausserordentlichen Generalversammlung geschehen.
Ablehnung
und Unverständnis
Der Clariant-Verwaltungsrat hatte in
einem Statement am vergangenen Freitag Forderungen von White Tale zurückgewiesen.
Letztlich gehe es White Tale nur darum, das Unternehmen zu zerschlagen und die
Vermögenswerte zu verkaufen, kritisierte der Clariant-Verwaltungsrat.
Laut White Tale habe es nur wenige Tage
vor diesen Aussagen des Verwaltungsrates ein erstes Treffen mit dem
Verwaltungsrat in Zürich gegeben. In gutem Glauben habe man die Standpunkte
dargelegt und das langfristige Engagement betont.

Das Wichtigste in Kürze
- Clariant-Grossaktionär White Tale zeigt sich enttäuscht über die Äusserungen des Verwaltungsrates.
- Eine Abtrennung des Chemiekonzerns sei nie geplant gewesen.






