VW tauscht Personal in grossem Stil aus

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    Deutschland,

    Bei VW dreht das Personalkarussell weiter. Rund 100 Führungspositionen sind im vergangenen Jahr neu besetzt worden.

    Das Logo von VW.
    Beim Autokonzern VW wird durch den Umbau des Unternehmens auch der Wechsel der Führungsetage beschleunigt. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bei Volkswagen wird seit Mitte April die Führung umgebaut.
    • Grund dafür ist die Neu- und Umstrukturierung des Konzerns.

    Der Konzernumbau bei Volkswagen hat das Personalkarussell unter den Führungskräften des Autobauers deutlich beschleunigt. 2018 seien rund 100 Führungspositionen neu besetzt worden, darunter an der Konzernspitze mit Herbert Diess, teilte Volkswagen mit. Sechs Konzernvorstände wurden 2018 neu berufen, zuletzt übernahm der neue Audi-Chef Bram Schot die Verantwortung für den Konzernvertrieb. Der 57-Jährige trat damit die Nachfolge von Ex-Audi-Chef Rupert Stadler an, der im Oktober aus allen Ämtern ausgeschieden war. Schot stand seit der Verhaftung Stadlers im Juni kommissarisch an der Spitze der VW-Tochter.

    Volkswagen hatte Mitte April überraschend die eigene Führungsriege umgebaut. Der zuvor nur für die Kernmarke VW zuständige Diess löste dabei seinen Vorgänger Matthias Müller an der Spitze des Konzerns ab. Diess forderte vor Managern wiederholt, das Tempo und die Umsetzungsgeschwindigkeit zu erhöhen. Der von ihm angestossene Konzernumbau fasst die einzelnen VW-Marken in neuen Gruppen zusammen, um Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Volkswagen will zudem seine Lastwagen-Sparte namens Traton mit den beiden Marken MAN und Scania für einen Börsengang vorbereiten.

    Umfassender Wandel der Branche

    Aber auch unterhalb des Konzernvorstands wurden viele Führungspositionen neu besetzt. «Der Erneuerungsprozess der Volkswagen-Führungsmannschaft hat 2018 neuen Schub bekommen», kommentierte Diess, der weiter auch die Kernmarke VW Pkw leitet. Im Tagesgeschäft unterstützt ihn Marken-Beschaffungsvorstand Ralf Brandstätter als «Chief Operating Officer» (COO). Ziel sei, neue Kompetenzen und Impulse von aussen mit dem Know-how von Volkswagen zusammenzubringen.

    Konzern-Personalvorstand Gunnar Kilian – selbst erst seit April in dieser Position – betonte: «Volkswagen steht vor enormen technologischen und unternehmerischen Veränderungen.» Dafür seien «erstklassige Führungsteams» notwendig. Und: «In den kommenden Jahren benötigen wir deshalb ein Höchstmass an Flexibilität und Leistungsbereitschaft der gesamten Mannschaft.»

    Die ganze Branche steckt derzeit in einem umfassenden Wandel hin zu Digitalisierung und E-Mobilität. Volkswagen hatte unlängst angekündigt, nicht nur in Zwickau, sondern auch an den Standorten Emden und Hannover E-Autos bauen zu wollen. Die Elektrifizierung ist nicht nur die wohl wichtigste Entscheidung mit Blick auf die Zukunft, sondern hat mit Thomas Ulbrich auch einen eigenen Vorstand bei der Stammmarke VW-Pkw erhalten.

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