Vereinbarung mit beiden Basel: Gewerbe bleibt auf dem Dreispitz
Auf dem Dreispitz-Areal entstehen neue Wohnungen, doch das Gewerbe soll mindestens denselben Raum wie heute haben. Dies ist ein Ziel der am Donnerstag vorgestellten Planungsvereinbarung zwischen der Christoph Merian Stiftung (CMS), Basel-Stadt, Baselland und der Gemeinde Münchenstein.

Der Westen des Dreispitz-Areals soll vor allem dem Gewerbe zur Verfügung stellen, während im Osten eine gemischte Nutzung mit Wohnen vorgesehen ist, wie CMS-Direktor Baschi Dürr vor den Medien sagte. Die Behörden und die Stiftung wollen den baurechtlichen Rahmen für die Teilareale des Dreispitz so anpassen, dass dieser Nutzungsmix möglich wird.
Der Planungsprozess startet im Juni 2026. Dabei sollen die Baurechtsnehmerinnen und -nehmer miteinbezogen werden. Die CMS geht davon aus, dass der politische Genehmigungsprozess 2029 und 2030 stattfinden wird.
Von der Vereinbarung ausgeklammert sind zwei Teilareale: Beim Dreispitz Nord auf Basler Boden befinden sich die geplanten drei Türme im Genehmigungsprozess, für das Freilager in Münchenstein ist bereits ein Sondernutzungsplan umgesetzt. Nun stehen die restlichen Gebiete des insgesamt 50 Hektar grossen Areals im Besitz der CMS an. Zurzeit gibt es auf dem Dreispitz-Areal insgesamt 70 bis 80 Wohneinheiten.
Die Basler Baudirektorin Esther Keller (GLP) hob hervor, dass ein Drittel des künftigen Wohnraums auf dem Areal gemeinnützig sein sollte. Zudem müsse der Dreispitz als eines der letzten grossen Gewerbegebiete der Stadt erhalten bleiben.
Der Baselbieter Baudirektor Isaac Reber (Grüne) nannte Arbeitsplätze, Verkehrsverbindungen und attraktive Freiräume als wichtige Punkte für den Kanton.
Die Münchensteiner Gemeindepräsidentin Jeanne Locher (SP) hielt fest, dass das Areal der Zukunft «keine Schlafstadt» werde. Als wichtigen Schritt nannte sie den letztes Jahr vorgestellten Naturbad «Gleispool», das ab 2027 Gegensteuer zur jetzigen Hitzeinsel Dreispitz geben soll.






