US-Luxus-Warenhauskonzern Saks Global meldet Insolvenz an

Keystone-SDA
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USA,

Der finanziell angeschlagene Luxus-Warenhauskonzern Saks Global hat in den USA Gläubigerschutz beantragt. Das Unternehmen meldete ein Restrukturierungsverfahren gemäss «Chapter 11» des US-Insolvenzrechts an, wie es mitteilte.

Der Luxus-Warenhauskonzern ist nicht zuletzt wegen der Konkurrenz durch Online-Shops unter Druck geraten. (Archivbild)
Der Luxus-Warenhauskonzern ist nicht zuletzt wegen der Konkurrenz durch Online-Shops unter Druck geraten. (Archivbild) - KEYSTONE/AP/Evan Agostini

Das Verfahren soll dem Luxus-Einzelhändler auch Spielraum geben, um mit Gläubigern eine Umschuldung auszuhandeln oder andere Schritte für einen Fortbestand einzuleiten.

Das Unternehmen sicherte sich nach eigener Aussage zudem eine Finanzierungszusage von rund 1,75 Milliarden US-Dollar und gab die Ernennung eines neuen Vorstandschefs bekannt.

Saks Global war 2024 aus der Fusion der US-Luxuskaufhausketten Saks Fifth Avenue und Neiman Marcus entstanden. Das Unternehmen soll zuletzt auch unter Druck geraten sein, weil die Konkurrenz durch Online-Shops zugenommen hat und Luxusmarken begannen, zunehmend Artikel über ihre eigenen Geschäfte zu verkaufen.

«Mit Unterstützung seiner wichtigsten Finanzpartner hat Saks Global ein freiwilliges Insolvenzverfahren nach Chapter 11 beim US-Insolvenzgericht für den südlichen Bezirk von Texas eingeleitet, um seine laufende Umstrukturierung zu erleichtern», teilte das Unternehmen mit. Die Geschäfte und E-Commerce-Angebote von Saks Fifth Avenue, Neiman Marcus, Bergdorf Goodman, Saks OFF 5TH, Last Call und Horchow seien weiterhin geöffnet.

Darüber hinaus gab Saks Global die Ernennung von Geoffroy van Raemdonck zum neuen Vorstandschef (Chief Executive Officer/CEO) mit sofortiger Wirkung bekannt. Der ehemalige CEO von Neiman Marcus wird Richard Baker ersetzen, der als Architekt der Akquisitionsstrategie galt und im Januar als Chef von Saks Global zurückgetreten war.

«Dies ist ein entscheidender Moment für Saks Global, und der vor uns liegende Weg bietet eine bedeutende Gelegenheit, das Fundament unseres Geschäfts zu stärken und es für die Zukunft zu positionieren», sagte van Raemdonck laut Mitteilung.

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Kommentare

User #4362 (nicht angemeldet)

Kaufhäuser welche Insolvenz melden, ganz klasse, zuerst drücken sie die Preise der Lieferanten auf die äusserste Schmerzgrenze, lassen sich beliefern und dann sind sie Insolvent. Die Lieferanten schauen dumm aus der Wäsche und und müssen meist selbst nicht nur Insolvenz sondern gleich Konkurs melden, weil sie nicht systemrelevant sind und die Banken angst haben.

User #5443 (nicht angemeldet)

Wann kommt Globus in Genuss für sowas ganz vorne in den Schlagzeile zu sein?

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