Urner Umweltverbände sehen Mängel bei «Max der Uristier»
Der Urner Umweltrat fordert für das Projekt «Max der Uristier» ein rechtlich korrektes und transparentes Verfahren. Zudem verlangen sie, dass offene Fragen geklärt und die Bevölkerung in die Planung einbezogen wird.

Die Holzfigur sorgte am eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2025 in Mollis GL für Aufsehen. Nun soll «Max der Uristier» bekanntlich dauerhaft im Kanton Uri auf dem Nätschen oberhalb von Andermatt heimisch werden.
Der Urner Umweltrat, bestehend aus WWF Uri, Pro Natura Uri, VCS Uri sowie den Ärztinnen und Ärzten für Umweltschutz Innerschweiz, hat am Donnerstag eine Medienmitteilung zum Projekt veröffentlicht. Darin fordert er von den Initianten und den Behörden, «grundlegende Eckpunkte» vor der Realisierung zu klären.
Aus Sicht der Verbände fehlen unter anderem ein Zeitplan, ein Verkehrs- und Mobilitätskonzept sowie Angaben zur langfristigen Finanzierung. Zudem wird in Frage gestellt, ob alternative Standorte oder «weniger raumwirksame Lösungen» geprüft wurden. Die Holzfigur werde das Landschaftsbild «deutlich verändern», hiess es dazu im Communiqué.
Kritisiert wird in der Mitteilung auch das Vorgehen bei den Bewilligungsverfahren. Eine Baubewilligung dürfe erst erteilt werden, wenn der Quartiergestaltungsplan vorliege. Die Behörden werden aufgefordert, die Verfahren «rechtlich korrekt» abzuwickeln.
Auf eine Einsprache gegen das Projekt haben die Umweltverbände nach eigenen Angaben «bewusst» verzichtet. Sie verlangen jedoch, dass die Bevölkerung bei der weiteren Planung einbezogen wird.






