Trump-Effekt lässt nach: Swiss-Chef sieht Trendumkehr bei US-Flügen

Keystone-SDA
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Zürich,

Die Swiss verzeichnet eine steigende Nachfrage nach Flügen in die USA und blickt optimistisch auf das kommende Jahr.

Jens Fehlinger
Laut Swiss-Chef Jens Fehlinger schaut die Schweizer Fluggesellschaft positiv auf das nächste Jahr. (Archivbild) - keystone

Die Swiss sieht eine «Trendumkehr» bei Flügen in die USA. «Schon jetzt gegen Jahresende Richtung Weihnachten steigen die Buchungszahlen wieder an», sagte Swiss-Chef Jens Fehlinger im «CEO Talk» bei TeleZüri. Und die Schweizer Fluggesellschaft schaue diesbezüglich auch positiv auf das nächste Jahr.

Dabei verwies Fehlinger etwa auf die Fussball-WM in den USA. «Die Leute wollen reisen.» Die öffentlichen Debatten über Handelskrieg, Zölle und Einreisen – das alles habe nicht dazu geführt, dass mehr Vertrauen entstehe, so der Swiss-CEO. Dabei: Die Einreise in die USA funktioniere heute so schnell wie nie zuvor.

Zudem seien auch in diesem Jahr nicht mehr Personen an der Grenze abgewiesen und zurückgeschickt worden als in den Vorjahren. Im dritten Quartal – also dem klassischen Reisequartal von Europa und der Schweiz in die USA – war es zu einem leichten Rückgang in der Nachfrage gekommen.

Swiss als wichtiger Wirtschaftsfaktor

Insgesamt schaut die Swiss mit Blick auf die Ticketpreise zuversichtlich auf das kommende Jahr. «Es ist immer ein Zusammenspiel, gerade in unserer Industrie, von Angebot und Nachfrage», sagte Fehlinger auf die Frage, ob die Swiss die Preise erhöhen werde. «Wir sehen, dass die Leute nächstes Jahr wieder reisen wollen.»

Die Buchungseingänge seien da, und daran würden sich dann auch entsprechend die Preise ausrichten. Mit Blick auf Konkurrenz von Billig-Airlines wie Easyjet am Heimatflughafen Zürich betonte Fehlinger, dass die Swiss «ein anderes Geschäftsmodell» habe. «Wir binden die Schweiz international an, und das ist wichtig für das Land, gerade für eine Exportnation.»

Die Swiss biete über 100 internationale Ziele an, und die Hälfte des Exportwertes verlasse über die Flugzeuge der Fluggesellschaft das Land. «Ein Drittel der Touristen bringen wir in die Schweiz hinein», so Fehlinger. Die Swiss sei damit gut positioniert.

Kommentare

User #6424 (nicht angemeldet)

Was lernen wir daraus. Man kann die Leute so schlecht behandeln wie man will. Sie verzeihen einem alles.

User #3785 (nicht angemeldet)

Schade, hat man so ein kurzes Gedächtnis. Das animiert Trump und Konsorten nur dazu, weiterzugehen auf ihrem Weg und uns die nächste Ungeheuerlichkeit vorzusetzen. Es gibt noch andere Reiseziele. Ich jedenfalls werde diese Politik und diesen Mann nicht unterstützen

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