Trafigura stoppt Zinklieferungen aus Kuba wegen US-Sanktionsrisiken
Der Rohstoffhändler Trafigura hat die Verschiffung von Zinkkonzentrat aus Kuba aus Sorge vor verschärften US-Sanktionen gegen die Karibikinsel ausgesetzt. Das berichten von der Nachrichtenagentur Bloomberg zitierte Quellen.

Demnach habe das Unternehmen mit operativem Sitz in Genf einige chinesische Kunden informiert, dass Erz aus der Mine Castellanos in der Provinz Pinar del Río durch Lieferungen aus anderen Ländern ersetzt werde, hiess es im Bericht.
Der Schritt erfolgt, nachdem Washington den wirtschaftlichen Druck auf die kubanische Regierung erhöht hat. Er verschärft eine bereits bestehende Krise mit Treibstoffmangel und Problemen im Transportwesen.
Die Mine Castellanos wird vom Gemeinschaftsunternehmen Emincar betrieben, an dem das staatliche kubanische Bergbauunternehmen Geominera und Trafigura beteiligt sind. Die Anlage produziert jährlich bis zu 100'000 Tonnen Zinkkonzentrat und 50'000 Tonnen Bleikonzentrat, die nahezu vollständig nach China exportiert werden.
Analysten erwarten laut Bloomberg nur begrenzte Auswirkungen auf den Weltmarkt. Chinesische Schmelzbetriebe könnten die geringeren Liefermengen jedoch spüren, da das Angebot an Rohstoffen bereits knapp ist und die Metallpreise zuletzt gestiegen sind, wie es hiess.






