Wegen des Ukraine-Kriegs steigen die Weizenpreise. Das Land ist einer der grössten Exporteure der Welt. Syngenta hofft nun auf einen Teil der Normalernte.
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Syngenta beschäftigt 730 Mitarbeitende in der Ukraine. (Archiv) - sda - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Ukraine gilt auch als die «Kornkammer Europas».
  • Wegen des Kriegs ist die Landwirtschaft in Teilen des Landes unmöglich.
  • Der Agrochemiekonzern Syngenta hofft auf zwei Drittel der Normalernte.

Die Ukraine gilt auch als die «Kornkammer Europas». Das Land ist einer der grössten Weizenexporteure der Welt. Etwa ein Drittel der fruchtbaren Schwarzerde-Böden befinden sich in dem Land. Doch der Krieg hat vieles verändert.

Just in diesem Moment würden sich viele Ukrainische Landwirte um die Aussaat kümmern. Doch die Kampfhandlungen machen derzeit die Landwirtschaft in vielen Teilen des Landes unmöglich. Aber was jetzt nicht ausgebracht wird, kann später nicht geerntet werden.

Laut dem Agrochemiekonzern Syngenta ist noch zu früh, um zu wissen, wie viel der Ernte verloren gehen wird. «Wir hoffen, dass wir rund zwei Drittel dessen, was normalerweise möglich wäre, retten können.» Das sagte ein Firmensprecher im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.

Preise für Weizen immer höher

Wegen des Ukraine-Kriegs sind die schon stark gestiegenen Preise für Weizen oder andere Feldfrüchte schneller in die Höhe geklettert. Auch Russland spielt eine wichtige Rolle in der globalen Lebensmittelversorgungskette.

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Ukrainische Soldaten in der Region Donezk. - AFP

Syngenta will – wo immer dies möglich sei – den Landwirten weiterhin Saatgut und Pflanzenschutzmittel zur Verfügung stellen. «Die Profitabilität steht dabei nicht im Vordergrund», betonte der Sprecher.

Die Waren, die Syngenta heute versende, seien nicht mehr gegen Verluste versichert. «Wir gehen diese hohen Risiken bewusst ein und glauben, dass es das Richtige ist», sagte er. Denn die Lebensmittelkrise könnte zu einer erheblichen Nahrungsmittelknappheit führen, die vor allem die ärmsten Länder der Welt treffen würde.

Syngenta mit 730 Ukraine-Mitarbeitenden

In der Ukraine beschäftigt Syngenta rund 730 Mitarbeitende – deren Sicherheit habe absolute Priorität. «Viele haben das Land verlassen. Wir tun alles, um sie zu unterstützen», sagte der Sprecher.

Viele westliche Firmen ziehen sich aus Russland zurück. Syngenta - wie die gesamte Branche - bleibt aus humanitären Gründen in dem Land. Die Uno betrachtet Saatgut als humanitäres Gut, Produkte für die Pflanzenproduktion werden nicht sanktioniert.

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