Solothurn

    Stahl Gerlafingen bittet Bund um Überbrückungshilfe

    Keystone-SDA
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    Solothurn,

    Das finanziell angeschlagene Unternehmen Stahl Gerlafingen wendet sich mit einem Hilfsgesuch an den Bund.

    Stahl Gerlafingen
    Stahl Gerlafingen sieht durch die strengeren EU-Importregeln die Gefahr, dass vermehrt günstiger Stahl in die Schweiz gelangt. (Archivbild) - keystone

    Das in finanziellen Nöten steckende Unternehmen Stahl Gerlafingen gelangt erwartungsgemäss an den Bund. Es stellt einen Antrag auf die extra auf dieses Jahr hin geschaffenen temporären Überbrückungshilfen. Stahl Gerlafingen werde bis Ende Mai fristgerecht ein entsprechendes Gesuch beim Bundesamt für Energie einreichen. Dies teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit.

    Um in den Genuss von tieferen Preisen für die Stromnetznutzung zu kommen, muss Stahl Gerlafingen verschiedene Bedingungen einhalten. Darunter fallen die Verpflichtung zum Erhalt des Schweizer Produktionsstandortes und der Verzicht auf Dividendenzahlungen.

    Bund schuf spezielle Unterstützungsmassnahmen

    Im Weiteren muss sich auch der Standortkanton finanziell beteiligen. Im Kanton Solothurn steht ein entsprechender Beschluss des Kantonsrates zwar noch aus. Doch hat gemäss Stahl Gerlafingen der Regierungsrat den Weg dazu vorbereitet.

    Das Gesuch um Überbrückungshilfe muss wegen der bestehenden Fristen bereits gestellt werden, bevor der Kantonsrat entscheiden wird. Der Bund schuf die Überbrückungshilfen extra für vier in der Stahl-, Eisen- und Aluminiumproduktion tätige Unternehmen.

    Stahl Gerlafingen vor dem Aus

    Diese können für die vier Jahre von 2025 bis 2028 von tieferen Kosten für die Stromnetznutzung profitieren. Im ersten Jahr bezahlen sie 50 Prozent weniger, im zweiten Jahr sind es dann 37,5 Prozent. Im dritten 25 Prozent und im vierten 12,5 Prozent weniger.

    Stahl Gerlafingen kündigte in den vergangenen Monaten Entlassungen an und schloss eine Produktionslinie. Das Werk stand gemäss eigenen Angaben unter anderem wegen gestiegener Energiekosten, Zollstreit und Wettbewerbsverzerrungen vor dem Aus. Es stellt als grösstes Recyclingwerk der Schweiz rund die Hälfte der Produktion von Betonstahl in der Schweiz sicher.

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    Kommentare

    User #4442 (nicht angemeldet)

    EINFACH NUR SCHLIESSEN DIE FIRMA ! So betrügerische Dinge die da abgehen sind einfach nur unterirdisch. Keinen einzigen Rappen sollte der Steuerzahler für so eine Firma ausgeben müssen!

    User #1109 (nicht angemeldet)

    Bin immer wieder erstaunt wie schnell Unternehmen nach dem Staat rufen. Bei den unanständigen Löhnen und Boni wollen sie sich aber nichts sagen lassen.

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