Stadler mit deutlich mehr Umsatz und Betriebsgewinn im Halbjahr

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Weinfelden,

Stadler Rail hat im ersten Halbjahr 2026 kräftig Gas gegeben, nachdem im ersten Semester 2025 noch die Folgen von Unwetterschäden das Geschäft gebremst hatten.

Der Zugbauer Stadler Rail hat mit seinen Halbjahreszahlen die Erwartungen der Analysten auf fast allen Ebenen klar übertroffen. (Archivbild)
Der Zugbauer Stadler Rail hat mit seinen Halbjahreszahlen die Erwartungen der Analysten auf fast allen Ebenen klar übertroffen. (Archivbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Mit den Zahlen hat der Konzern die Erwartungen auf fast allen Ebenen deutlich übertroffen. An den Zielen für das Gesamtjahr 2026 hielt der Ostschweizer Zugproduzent fest.

Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten um 40 Prozent auf 2,0 Milliarden Franken, wie Stadler Rail am Mittwoch in einem Communiqué bekannt gab. Hauptgrund dafür sei die Auslieferung zahlreicher Fahrzeuge im ersten Halbjahr 2026 und die hohe Produktionsleistung im Vorjahr. Eine Belastung war dagegen der starke Franken, der den Umsatz um 30 Millionen schmälerte.

Der Betriebsgewinn (EBIT) kletterte auf 79,5 Millionen Franken. Damit hat er sich im Vergleich zum Vorjahr (36,9 Millionen Franken) mehr als verdoppelt. Die operative Marge verbesserte sich auf 4,0 Prozent nach 2,6 Prozent vor einem Jahr.

Damals hatte Stadler noch unter den Folgen der Unwetter von 2024 gelitten, welche die Produktion in den Werken von Stadler und von wichtigen Zulieferern im Wallis, in Spanien und Österreich gestört hatten.

Katastrophenfolgen bis 2027 spürbar

Dagegen legte der Reingewinn nur leicht auf 31,2 Millionen Franken zu nach 30,9 Millionen im Vorjahr. Der im Vergleich zum EBIT tiefere Anstieg des Konzernergebnisses sei im Wesentlichen auf den Wegfall eines einmaligen positiven Währungseffekts im Ergebnis der Vorperiode von rund 20 Millionen Franken zurückzuführen, schrieb Stadler weiter.

Im ersten Halbjahr 2026 sind Währungseffekte aus der Bewertung von Bilanzpositionen dagegen negativ ausgefallen. Zudem seien die Kosten für Bankgarantien sowie die Zins- und Steueraufwendungen gegenüber der Vergleichsperiode gestiegen.

Noch immer wirke sich die Umweltkatastrophe in Valencia vom Oktober 2024 negativ auf das Ergebnis aus. Stadler konnte allerdings mit einem Aufholprogramm die Lieferketten inzwischen weitgehend stabilisieren, Produktionsprozesse anpassen und neue Zulieferer gewinnen. «Die im Zuge der massiven Überschwemmung entstandenen Folgen auf die Kosten und Rückstände bei der Auslieferung von Fahrzeugen werden jedoch bis ins Jahr 2027 spürbar bleiben», schrieb der Konzern.

Neuer Rekord beim Auftragsbestand

Gleichzeitig holte der Konzern wieder eine Reihe von neuen Aufträgen herein. Der Auftragseingang stieg auf 2,7 Milliarden Franken. Das ist 1 Milliarde mehr als im Vorjahressemester. Damit schwollen die Auftragspolster auf 33,3 Milliarden Franken an. Das sei ein Rekord, hiess es.

Mit den Zahlen hat Stadler die Erwartungen der Analysten bei den Auftragseingängen, Umsatz, EBIT und Marge weit übertroffen. Einzig der Reingewinn blieb deutlich unter den Schätzungen der Experten.

Umsatz von über 5 Milliarden als Ziel

An den Zielen für das Gesamtjahr 2026 hielt Stadler fest. So peilt der Konzern einen Umsatz von deutlich über 5 Milliarden Franken an. Dank starkem Auftragsbestand, erhöhtem Produktionsoutput und dem in Deutschland eingeleiteten Effizienzprogramm wird eine EBIT-Marge von über 5 Prozent erwartet. Zudem rechnet Stadler 2026 mit gesamthaften Investitionen von rund 250 Millionen Franken.

Auch an den Mittelfristzielen hielt der Konzern fest: Bei stabilen Lieferketten will Stadler die EBIT-Marge auf 6 bis 8 Prozent verbessern bei einem konstanten Umsatz von über 5 Milliarden Franken.

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