So kommt der Benzinpreis zu Stande
Der Benzinpreis in der Schweiz setzt sich aus drei grossen Blöcken zusammen: Beschaffungskosten am internationalen Markt, staatliche Abgaben und Vertriebskosten der Mineralöl- und Tankstellenunternehmen.

Die Beschaffungs- und Frachtkosten hängen meist an den Preisen für das fertige Produkt aus der Raffinerie, das in Bezug auf Schweizer Benzin oft aus dem ARA-Raum (Amsterdam/Rotterdam/Antwerpen) stammt. Dann folgen die Transportkosten in die Schweiz, meist über den Rhein. Niedrige Pegelstände am Rhein können zusätzliche Frachtkosten verursachen.
Den grössten Anteil am Literpreis machen in der Schweiz indes die staatlichen Abgaben aus. Diese bestimmen rund die Hälfte des Endpreises an der Zapfsäule.
Dazu gehören fixe Abgaben wie Mineralölsteuer, Mineralölsteuerzuschlag und Importabgaben von zusammen etwa 77 Rappen pro Liter sowie die Mehrwertsteuer, die prozentual auf Warenwert plus fixe Abgaben erhoben wird. Hinzu kommen Aufwendungen im Zusammenhang mit der CO2-Kompensationspflicht für Treibstoffimporteure.
Der dritte Block sind die Vertriebskosten im Inland, also der Weg vom Treibstofflager bis zur Zapfsäule. Darin enthalten sind Lagerung, Pipeline- und Lkw-Transport, Logistik, Unterhalt und Amortisation der Tankstellen-Infrastruktur, Löhne, Marketing sowie eine Marge für die Mineralölgesellschaften und Betreiber.
In einem Rechenbeispiel des Importverbands Avenergy entfallen bei einem Gesamtpreis von rund 1,70 Franken pro Liter gut 1,40 Franken auf Einkauf, Fracht und Abgaben und etwa 30 Rappen bleiben für Vertrieb und schliesslich die Gewinnmarge übrig.






