Der Chef der Börsenbetreiberin SIX, Jos Dijsselhof, will dank dem Ausbau der Gruppe an Schlagkraft gewinnen und nicht selbst gefressen werden.
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Das Logo der Schweizer Börse SIX. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Chef der Schweizer Börsenbetreiberin SIX schaut positiv in die Zukunft.
  • Der Ausbau erlaube mehr Schlagkraft und schütze davor, selbst gefressen zu werden.

«Ein zusätzlicher Handelsplatz wie der Kauf der spanischen Börse BME bringt vor allem viel mehr Volumen bei deutlich geringer steigenden Kosten», sagte der Niederländer am Dienstag im Gespräch mit dem «Blick».

Je grösser desto besser

«Je grösser eine Börsenbetreiberin ist, desto einfacher wird es, Geld für künftige Investitionen zu erwirtschaften», so Dijsselhof weiter. Zudem diene Grösse auch zur Verteidigung gegen andere Börsenplätze. Die SIX wolle ihr Schicksal selber bestimmen. «Wir wollen zu den führenden Börsenplätzen weltweit gehören, auch um bei der Gestaltung der Spielregeln mitreden zu können.»

Bolsas y Mercados Españoles (BME)
CFO der Schweizer Börse SIX, Daniel Schmucki (l), und der CEO, Jos Dijsselhof (r) auf einer Pressekonferenz nach dem Übernahmeangebot in Madrid. - Keystone

Die Systeme der Schweizer Börse hätten dem Ansturm der Anleger während der Coronakrise gut standgehalten, so der SIX-Chef zu den in diesem Jahr teils grossen Marktvolumen. «Selbst im März und April, und auch im November, als es Tage mit sehr hohen Volumen gab, waren die Server weit von ihren Kapazitätsgrenzen entfernt.»

Die in den letzten Jahren in die Infrastruktur getätigten Investitionen zahlten sich aus. «Unsere Systeme kommen mit jedem Marktvolumen klar - und auch mit starken Kursschwankungen.» Ein wichtiger Faktor in den Serverräumen der SIX mit immer kompakteren und leistungsfähigeren Systemen seien starke Ventilatoren, welche das System kühlen würden.

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