SFS führt in Heerbrugg SG gratis ÖV-Ticket für Mitarbeitende ein

Die SFS Group AG baut ihr Mobilitätskonzept in Heerbrugg aus: Neu können alle Mitarbeitenden ein kostenloses ÖV-Ticket für die Ostschweiz, Vorarlberg und Liechtenstein beziehen. Das Unternehmen will damit den Pendlerverkehr nachhaltiger gestalten und bis 2028 jährlich bis zu 240 Tonnen CO2 einsparen.

Geht es nach der SFS Group, sollen ihre Mitarbeitenden mit dem ÖV zur Arbeit kommen. Im Bild: der Gebäudekomplex der SFS-Fabrik in Heerbrugg.
Geht es nach der SFS Group, sollen ihre Mitarbeitenden mit dem ÖV zur Arbeit kommen. Im Bild: der Gebäudekomplex der SFS-Fabrik in Heerbrugg. - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Die SFS Group entwickelt ihr 2025 eingeführtes Mobilitätskonzept am Standort in Heerbrugg weiter. Das schreibt sie am Freitag in einer Medienmitteilung. Neu erhalten alle Mitarbeitenden in Heerbrugg die Möglichkeit, ein kostenloses «3-Länder-Ticket» für den öffentlichen Verkehr zu beziehen. Dieses könnten sie auch in ihrer Freizeit nutzen, heisst es weiter. Laut Mitteilung entstand das Ticket in Zusammenarbeit mit Ostwind, dem Unternehmen 42hacks und als Teil der Mobilitätsallianz Ostschweiz.

Das Ticket berechtigt zur Fahrt in allen Zonen des Tarifverbunds Ostwind, des Verkehrsverbunds Vorarlberg (VVV) sowie in ganz Liechtenstein und kann täglich aktiviert werden. «Die Mitarbeitenden können jeden Tag neu entscheiden, ob sie kostenlos mit dem Velo, zu Fuss oder mit dem ÖV zur Arbeit pendeln oder ob sie das Auto wählen und Parkgebühren bezahlen», schreibt SFS. Das 3-Länder-Ticket ist vorerst auf ein Jahr befristet.

Die SFS Group sieht das Ticket als Einsatz für den Klimaschutz und «möchte dort einen Beitrag leisten, wo sie es selbst in der Hand hat. Dazu gehört auch die Optimierung des Pendlerverhaltens der Mitarbeitenden.»

Gemäss Mitteilung bleibt das Ziel des letztjährigen Konzepts bestehen: Bis Mai 2028 sollen rund 500 Mitarbeitende mit dem öffentlichen Verkehr, dem Velo oder zu Fuss zur Arbeit kommen. Dadurch könnten jährlich bis zu 240 Tonnen CO2 eingespart und der Verkehr entlastet werden, rechnet SFS vor. Ein Jahr nach der Einführung seien bereits rund 450 Personen vom Auto auf eine umweltfreundliche Alternative umgestiegen.

Die Mobilitätsallianz Ostschweiz verbindet laut Mitteilung Wirtschaft, Politik und den Tarifverbund Ostwind, um gemeinsam die «betriebliche Mobilität in der Ostschweiz effizienter, klimafreundlicher und zukunftsfähiger zu gestalten». SFS ist seit Mai 2025 Teil dieser Kooperation. Seit 2022 beteiligt sich der Kanton St. Gallen an der Mobilitätsallianz Ostschweiz, bei der auch die Kantone Thurgau und Appenzell Ausserrhoden sowie der Tarifverbund Ostschweiz zusammenspannen.

Die SFS Group ist nicht das einzige grosse Unternehmen in der Ostschweiz, das eine «Mobilitätsallianz» eingeht. Das erste konkrete Projekt der Mobilitätsallianz wurde gemäss einem Artikels von Keystone-SDA mit der Bühler AG in Uzwil gestartet. Eine Datenanalyse zeigte demnach auf, dass etwa 30 Prozent der rund 3000 Mitarbeitenden von Bühler etwa genau so schnell mit dem ÖV wie mit dem Auto anreisen konnten – ohne oft umsteigen zu müssen.

Nach eigenen Angaben bot Bühler in der Folge fast 80 Prozent der Mitarbeitenden eine gute ÖV-Alternative zur Autofahrt an: Das Unternehmen vergünstigte beim Verzicht auf einen kostenlosen Parkplatz am Arbeitsplatz die Ausgaben für den Öffentlichen Verkehr. Die Gemeinde Uzwil erweiterte darüber hinaus das Leih-Angebot für Scooter und Velos um zehn Stationen für den Weg zwischen Bahnhof und Firma.

Im Februar 2025 ermöglichte die Thyssenkrupp Presta AG in Eschen in Liechtenstein ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter bestimmten Voraussetzungen «sehr günstig ein Abonnement für den öffentlichen Verkehr», wie es in einem anderen Keystone-SDA-Artikel heisst. «Dieses Ticket kann im Sinne eines Generalabonnements in Liechtenstein, der Ostschweiz und Vorarlberg für den Berufsverkehr und privat genutzt werden.»

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