Die öffentliche Wahrnehmung der Schweizer Wirtschaft hellt sich nach der Coronakrise weiter auf. Sorgen bereiten allerdings Lieferengpässe und Inflation.
Die Schweizer Wirschaft hat im Jahr 2020 unter den Folgen der Coronakrise gelitten. Vor allem in der Gastronomie oder bei Freizeit und Kultur sind die Ausgaben stark zurückgegangen.(Archivbild)
Die Schweizer Wirschaft hat im Jahr 2020 unter den Folgen der Coronakrise gelitten. Vor allem in der Gastronomie oder bei Freizeit und Kultur sind die Ausgaben stark zurückgegangen.(Archivbild) - sda - KEYSTONE/URS FLUEELER

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Stimmung in der Schweizer Wirtschaft hellt sich auf.
  • Einzig die Sorgen über Lieferengpässe und vor Inflation bestehen weiterhin.

Die öffentliche Wahrnehmung der Schweizer Wirtschaft hellt sich nach der Coronakrise weiter auf. Sorgen bereiten dem Wirtschaftsstandort allerdings Lieferengpässe, Inflation und Cyberattacken. Zu diesem Schluss kommt eine vom Basler Beratungsunternehmen Commslab erstellte Analyse zur Reputation der Schweizer Wirtschaft.

Positive Reputation

«Zum vierten Mal in Folge verbessert sich die Reputation der Schweizer Wirtschaft in signifikanter Weise», heisst es in der am Freitag veröffentlichten Studie. Der von Commslab ermittelte Stimmungsindikator «Swiss Economy Reputation Index» (SERX) zog von Anfang Juli bis Ende September um 3,1 Punkte auf 101,5 Zähler.

Seit Jahresbeginn stieg der Index von gut 90 auf über 100 Punkte und signalisiert damit die generell positive Reputation der Schweizer Wirtschaft. Erstmals erstellt wurde er Anfang 2008 mit Basisindexwert von 100.

«Während in der Finanzwirtschaft vor allem Erholungseffekte im Nachgang zu den jüngsten CS-Skandalen verfangen, sind die Reputationsgewinne der Realwirtschaft mehrheitlich auf die positive Konjunkturentwicklung nach der Pandemie zurückzuführen», erklärt Commslab-Chef Daniel Künstle auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.

Lieferengpässe und Inflationsangst

Insbesondere der Maschinensektor habe überdurchschnittlich von überzeugenden Halbjahresergebnissen sowie einer positiven Grundstimmung für das zweite Halbjahr profitiert. Belastet würden die Aussichten indes von allfälligen Lieferengpässen, Inflationsängsten und Cyberattacken.

Commslab analysiert in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög) der Universität Zürich die Berichterstattung über Schweizer Unternehmen in den hiesigen Leitmedien. Der aus 157 Unternehmen der Privatwirtschaft und staatsnahen Betrieben gebildete SERX soll dabei aufzeigen, wie sich die öffentliche Wahrnehmung der Schweizer Wirtschaft und ihrer zentralen Sektoren entwickelt.

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