Schweizer Temporärbranche bleibt auch im 3. Quartal unter Druck

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Der Druck auf die Schweizer Temporärbranche hat auch im dritten Quartal nicht nachgelassen. Damit setzt sich die schwierige Entwicklung des ersten Halbjahres fort.

    Baustelle
    Arbeiter auf einer Baustelle. (Symbolbild) - dpa

    Das Temporärgeschäft der Personaldienstleister verzeichnete im dritten Quartal 2023 ein Umsatzminus von 7,6 Prozent, wie dem am Dienstag publizierten Swiss Staffingindex zu entnehmen ist. Damit beschleunigte sich der Abwärtstrend seit dem ersten Quartal, als erstmals seit drei Jahren wieder ein Umsatzminus verzeichnet wurde.

    Besonders die abflauende Konjunktur und der Arbeitskräftemangel machten den Personalvermittlern bei Zeitarbeitskräften das Leben schwer, heisst es zur Begründung. Bei offenene Stellen fehlten die passenden Kandidaten, zudem sinke in der Industrie mit den Auftragsbeständen die Nachfrage nach Temporärpersonal.

    Geschäft mit Feststellenvermittlungen läuft rund

    Dagegen laufe das Geschäft mit Feststellenvermittlungen rund. Denn fehlten Unternehmen Fachkräfte, suchten sie aufgrund des ausgetrockneten Arbeitsmarktes die Unterstützung von Personaldienstleistern, so die Experten. Das zeige sich in den um 6,8 Prozent gestiegenen Umsätzen im dritten Quartal.

    Generell zeichne sich für den Schweizer Arbeitsmarkt eine sanfte Landung ab. Gemäss Barometern von Manpower und Adecco laufe es besonders in Branchen wie Kommunikationsdiensten, Transport und Logistik, Energie und Versorgung, aber auch im Bereich der Industrie weiter gut. «Auch wenn Entlassungen für die Betroffenen in jeder Situation schwierig sind, ist die Ausgangslage für die Stellensuche trotz Konjunkturflaute weiterhin optimal», erklärt Swissstaffing-Ökonom Marius Osterfeld.

    Für die Zukunft weise der Schweizer Arbeitsmarkt zudem eine stabile Ausgangslage auf – auch wenn die geopolitischen Risiken gross blieben. Der liberale Arbeitsmarkt sorge für Stabilität, der Binnenkonsum stütze und die Probleme bei den Lieferketten hätten sich entschärft. Damit sei die Basis für eine Erholung gelegt.

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