Schweizer Leitindex SMI knackt erstmals Marke von 14'000 Punkten

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Zürich,

Der Schweizer Aktienmarkt setzt die Rekordjagd fort: Am Dienstagnachmittag hat der Leitindex SMI erstmals die Marke von 14'000 Punkten geknackt. Zugpferde waren die Nahrungsmittelkonzerne, allen voran Nestlé, aber auch defensive Werte und Zykliker.

Die Schweizer Aktienbörse setzt die Rekordjagd fort. (Symbolbild)
Die Schweizer Aktienbörse setzt die Rekordjagd fort. (Symbolbild) - KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Diese halfen dem SMI zum Sprung über die psychologisch wichtige Grenze. Damit kann sich die Schweizer Börse den negativen Vorgaben aus den USA sowie den schwächer tendierenden europäischen Aktienmärkten entziehen. Etwas Rückenwind kam ausserdem aus New York, wo die beiden grössten Börsen nach dem Absturz vom Vortag wieder auf eine freundliche Eröffnung zusteuern.

Insgesamt bleiben die Finanzmärkte aber im Banne der US-Zollpolitik. Die Folgen des Zollurteils des US-Supreme-Courts seien noch nicht abgeschlossen, hiess es am Markt. Auch die Kriegsgefahr zwischen den USA und dem Iran sowie die möglicherweise disruptiven Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz blieben im Blickfeld der Anleger. Investoren erhoffen sich von der Rede von US-Präsident Donald Trump an die Nation in der Nacht auf Mittwoch mehr Aufschluss über die Zollpolitik der US-Regierung.

Der SMI durchbrach um 14.34 Uhr erstmals die historische Marke von 14'000 Zählern. Danach ging es noch etwas bergauf. Gegen 15.35 Uhr stand der SMI bei 14'020 Punkten und somit 1,1 Prozent höher als am Vortag. Derweil gab die Deutsche Börse um 0,2 Prozent nach, während der französische Markt leicht im Plus war.

Der Schweizer Aktienmarkt zeichne sich durch seine qualitativ hochwertigen Unternehmen und der robusten Heimatwährung aus, sagte ein Händler. Insbesondere die Konsumtitel und die Versicherungsunternehmen trügen zu den Kursrekorden bei. Diese Kombination ziehe derzeit die Investorengelder an.

Als grosse Stütze des SMI erwiesen sich am Dienstag die Titel des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé (+2,7 Prozent). Auch die Schokoladenhersteller Barry Callebaut (+6,3 Prozent) und Lindt&Sprüngli (+2,7 Prozent) zeigten kräftige Kursgewinne. Zudem konnten die Pharmaschwergewichte Roche (+1,0 Prozent) und Novartis (+0,9 Prozent) zulegen.

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