Reiche Gen-Zler bezahlen mehr für Kunst als alle anderen
Im Kunstmarkt sind die unter 30-jährigen Sammlerinnen und Sammler sehr kauffreudig. Das zeigt eine Studie der Grossbank UBS.

Das Wichtigste in Kürze
- Gen-Z-Personen kaufen am meisten Kunst gemäss einer Studie der UBS.
- Die jungen Sammlerinnen und Sammler bevorzugen Malereien und Skulpturen.
- Für die Studie wurden Vermögende aus zehn bedeutenden Kunstmärkten befragt.
Die Kunst ist frei, aber ihr Markt hat einen Preis.
Vermögende der Gen Z haben 2025 und im ersten Halbjahr 2026 mehr für bildende Kunst ausgegeben als jede andere Altersgruppe. Das steht in einer Mitteilung der UBS vom Donnerstag.
Die Grossbank hat in Zusammenarbeit mit Arts Economics die Studie «Art Basel and UBS Survey of Global Collecting 2026» herausgebracht.
Demnach lagen die Ausgaben der jungen Generation mehr als doppelt so hoch wie jene älterer Generationen.
Zudem stellte sie 2026 nahezu die Hälfte aller Käuferinnen und Käufer von Kunstwerken im Wert von über einer Million US-Dollar.
Erstmals untersuchte die Studie auch, wie vermögende Sammlerinnen und Sammler ihre Sammlung aufbauen: Insgesamt nannten 28 Prozent der Befragten ihr familiäres Umfeld als wichtigsten Einstiegspunkt.
Malereien und Skulpturen bleiben beliebt
Bei der Generation Z lag dieser Anteil bei 40 Prozent. Fast 90 Prozent hätten geerbte Kunstwerke in ihren Sammlungen behalten.
Gleichzeitig würden jüngere Sammlerinnen und Sammler weiterhin traditionelle Kategorien wie Malerei und Skulptur bevorzugen. So lässt sich Paul Donovan, Chefökonom bei UBS Global Wealth Management, zitieren.
Dies deute darauf hin, dass sich die Gewohnheiten beim Sammeln zwar verändern. Aber bestimmte ästhetische Vorlieben seien generationenübergreifend beständiger als häufig angenommen werde.
Derweil sei auch ein gesellschaftliches Engagement weiterhin ein zentrales Anliegen vieler Sammler, heisst es. Fast ein Viertel der Befragten plane in den kommenden zwölf Monaten Schenkungen an Museen.
3100 Befragte
Darüber hinaus wollten viele Sammlerinnen und Sammler Künstlerpreise, Stiftungen, Residenzprogramme oder private Museen unterstützen.
Die Studie basiert auf den Antworten von 3100 vermögenden Privatpersonen in zehn bedeutenden Kunstmärkten: den USA, Grossbritannien, dem chinesischen Festland, Hongkong, Frankreich, Australien, Deutschland, Japan, Brasilien und Singapur.















