Preise für Wohnen und Mobilität ziehen im August stark an

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    In der Schweiz sind die Preise für Wohnen und Mobilität im August deutlich gestiegen. Vor allem Heizöl, Diesel und Benzin haben sich im Jahresvergleich als Folge des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten stark verteuert. Doch auch andere Kosten legten zu.

    Wohnen und Mobilität werden teurer (Symbolbild)
    Wohnen und Mobilität werden teurer (Symbolbild) - KEYSTONE/CYRIL ZINGARO

    Der vierteljährlich erhobene «Womo-Preisindex» des Vergleichsportals Comparis stieg im August 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,4 Prozent. Damit seien die Kosten für Wohnen und Mobilität dreimal so stark gestiegen wie die allgemeine Teuerung, teilte Comparis am Dienstag mit.

    Zum Vergleich: Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) des Bundesamtes für Statistik (BFS) stieg um 0,8 Prozent. Während der LIK die Preisentwicklung eines repräsentativen Warenkorbs von rund 1050 Waren und Dienstleistungen abbildet, konzentriert sich der von Comparis gemeinsam mit der KOF erstellte «Womo-Index» auf Wohnen und Mobilität.

    Mehrbelastung für Haushalte

    Die höheren Preise belasten die Haushaltsbudgets. Wohnen und Mobilität machen laut Comparis bei einer durchschnittlichen Familie in der Schweiz rund 40 Prozent des Budgets für den täglichen Konsum aus.

    Der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr bedeute für eine Familie bei Miete, Autofahren und öffentlichem Verkehr Mehrkosten von rund 89 Franken pro Monat. Hochgerechnet auf ein Jahr seien dies allein für Wohnen und Mobilität 1066 Franken.

    Teurere Energie

    Besonders deutlich verteuerte sich Heizöl (+53,1 Prozent). Auch die Preise für Diesel (+23,3 Prozent) und Benzin (+15,8 Prozent) zogen kräftig an. Leicht günstiger wurden dagegen Fernwärme (-0,4 Prozent) und Gas (-3,0 Prozent).

    Für Autofahrende steigen aber nicht nur die Kosten an der Zapfsäule. Auch Motorfahrzeugversicherungen (+7,4 Prozent zum Vorjahr), Ersatzteile und Reparaturen belasten laut Comparis das Haushaltsbudget zunehmend. Eine spürbare Entspannung sei angesichts der weiterhin unsicheren geopolitischen Lage im Nahen Osten vorerst nicht zu erwarten.

    Beim Wohnen verteuerten sich unter anderem Schlafzimmer- und Gartenmöbel (+3,5 Prozent) sowie Einrichtungszubehör und lose Teppiche (+3,1 Prozent). Günstiger wurden hingegen kleine Haushaltsgeräte (-8,1 Prozent), andere Gebrauchsgüter im Haushalt (-4,8 Prozent) und grosse elektrische Haushaltsgeräte (-4,3 Prozent).

    Kommentare

    User #1013 (nicht angemeldet)

    Wen erstaunt das wirklich noch?

    User #1517 (nicht angemeldet)

    Und dann kommen nich teurere Parkkarten dazu, während der günstigere ÖV auf sich warten lässt.

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