Partners Group weist Gerüchte um Evergreen-Fonds zurück

Maja Bojic
Maja Bojic

Region Zug,

Partners Group weist Spekulationen über weitere Einschränkungen bei Evergreen-Fonds zurück und bestätigt die bisherigen Finanzziele.

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Partners Group tritt Spekulationen über zusätzliche Einschränkungen bei Evergreen-Fonds entgegen. (Archivbild) - keystone

Partners Group hat Gerüchte über zusätzliche Liquiditätsbeschränkungen bei ihren Evergreen-Fonds entschieden zurückgewiesen. Die Portfolios seien in guter Verfassung und verfügten über ausreichende Liquidität, berichtet die «Finanz und Wirtschaft».

Der Zuger Privatmarktspezialist erklärte zudem, es gebe keine Pläne, bestehende Liquiditätsmechanismen anzupassen. Auch ein Einfrieren von Evergreen-Fonds sei nicht vorgesehen.

Die Stellungnahme erfolgte nach verstärkten Medienanfragen zu den Fonds. Gleichzeitig bestätigte Partners Group ihre bisherigen Finanzprognosen.

Partners Group: Diskussion um Rücknahmen

Die Debatte begann Anfang Juni mit Rücknahmebeschränkungen bei einem Evergreen-Fonds. Die Rücknahmegesuche lagen über der Schwelle von 5 Prozent des Nettoanlagevermögens pro Quartal, schreibt die «Finanz und Wirtschaft» weiter.

Wenig später räumte das Unternehmen ein, dass auch bei einem zweiten Fonds entsprechende Rücknahmeforderungen eingegangen waren. Die vorgesehenen Begrenzungen seien jedoch Teil der dokumentierten Fondsstruktur.

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Evergreen-Fonds besitzen keine feste Laufzeit und ermöglichen Anlegern regelmässige Ein- und Ausstiege. Gerade deshalb stehen Liquiditätsmechanismen in Marktphasen mit erhöhten Rückgabewünschen besonders im Fokus.

Fonds bleiben geöffnet

Nach Angaben von «finews.ch» bleiben die betroffenen Fonds weiterhin für Neuzeichnungen offen. Zudem könnten die Vehikel ihre Investitionstätigkeit uneingeschränkt fortsetzen.

Partners Group verweist auf die bisherige Entwicklung der Fonds. Die beiden betroffenen Anlagegefässe haben seit ihrer Auflegung eine Wertsteigerung von rund dem Fünffachen erzielt.

Zusätzliche Liquidität stammt aus laufenden Ausschüttungen der Portfolios. Hinzu kommen nicht beanspruchte Kreditlinien, die dem Unternehmen weitere Flexibilität verschaffen.

Aktie unter Druck

Die Diskussion über die Rücknahmen belastete zuletzt den Aktienkurs erheblich. Wie «The Market» berichtet, löste die Bekanntgabe der Beschränkungen Anfang Juni einen Kursrückgang von rund 17 Prozent aus.

Seit Jahresbeginn verlor die Aktie zeitweise mehr als 30 Prozent an Wert. Neben den Fondsdiskussionen sorgten auch Unsicherheiten im Private-Credit-Markt und Vorwürfe des US-Shortsellers Grizzly für Druck.

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Partners Group zählt zu den führenden Vermögensverwaltern im Bereich privater Marktanlagen. - keystone

Trotz der Turbulenzen verweist das Unternehmen auf eine robuste Geschäftsentwicklung. Partners Group erhielt 2026 neue Kapitalzusagen von 26 Milliarden Dollar und entwickelte sich damit stärker als zahlreiche Wettbewerber.

Prognose bleibt bestehen

An ihrer mittelfristigen Wachstumsstrategie hält die Gesellschaft fest. Die bestätigten Finanzziele blieben laut der «Finanz und Wirtschaft» trotz der jüngsten Marktdebatte unverändert.

Partners Group verwaltet nach Angaben von «finews.ch» weltweit Vermögen von mehr als 185 Milliarden Dollar. Das Unternehmen zählt damit weiterhin zu den grössten Anbietern im internationalen Privatmarktgeschäft.

Die Diskussion um Evergreen-Fonds reicht inzwischen über Partners Group hinaus. Mehrere Anbieter alternativer Anlagen stehen derzeit wegen steigender Rückgabewünsche und Liquiditätsfragen verstärkt im Fokus der Investoren.

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