Partners Group unter Druck wegen Vorwürfen gezielter PR

Maja Bojic
Maja Bojic

Region Zug,

Partners Group sieht sich als Opfer einer PR-Aktion und wehrt sich gegen Kritik aus dem Marktumfeld.

Partners Group
Die Partners Group zählt zu den weltweit führenden Vermögensverwaltern im Bereich Private Markets. (Archivbild) - keystone

Der Schweizer Vermögensverwalter Partners Group steht im Zentrum einer neuen Kontroverse rund um negative Marktberichte. Das Unternehmen sieht sich dabei als Opfer einer gezielten PR-Aktion durch Marktteilnehmer, wie «Cash» berichtet.

Demnach vermutet ein Mitgründer, dass Hedgefonds gezielt Stimmung gegen Private-Equity-Anbieter machen könnten. Diese könnten laut «Cash» von fallenden Kursen profitieren und hätten daher ein Interesse an kritischer Berichterstattung.

Konkrete Belege für eine koordinierte Kampagne wurden öffentlich bislang nicht vorgelegt. Dennoch verweist das Unternehmen auf auffällige Häufungen kritischer Einschätzungen in kurzer Zeit.

Kritik an Branche wächst

Parallel dazu steht die gesamte Private-Equity-Branche unter verstärkter Beobachtung durch Investoren und Analysten. Hintergrund sind steigende Zinsen und verschärfte Risiken im Kreditbereich, wie «Reuters» berichtet.

Bist du mit deinem Vermögen zufrieden?

So warnte Verwaltungsratspräsident Steffen Meister vor steigenden Ausfallraten im Private-Credit-Segment. Diese könnten sich laut «Reuters» in den kommenden Jahren deutlich erhöhen und Investoren zusätzlich verunsichern.

Analysten sehen darin ein Zeichen für strukturelle Risiken im Markt für alternative Anlagen. Gleichzeitig wächst der Druck auf Bewertungen und Geschäftsmodelle innerhalb der Branche.

Reaktion des Unternehmens Partners Group

Partners Group weist die Vorwürfe entschieden zurück und betont die eigene langfristige Strategie. Das Unternehmen versucht gleichzeitig, Vertrauen durch gezielte Kommunikation zu stärken, berichtet «Bloomberg».

Demnach reagierte die Firma zuletzt aktiv auf Sorgen rund um Private Credit und technologische Umbrüche. Insbesondere Diskussionen über Risiken durch künstliche Intelligenz hätten die Aktienkurse belastet.

Die negative Stimmung betrifft dabei nicht nur Partners Group, sondern mehrere börsennotierte Anbieter. Dies deutet auf eine breitere Verunsicherung im gesamten Private-Markets-Sektor hin.

Unsicheres Umfeld bleibt bestehen

Experten erwarten, dass die Diskussion über Risiken und Bewertungen im Sektor weiter anhalten wird.

Der Anpassungsdruck für Private-Equity-Anbieter dürfte laut «Reuters» mittelfristig bestehen bleiben.

Partners Group
Die Partners Group verwaltet nach wie vor Vermögen im dreistelligen Milliardenbereich und zählt weiterhin zu den weltweit führenden Akteuren. - keystone

Partners Group verwaltet weiterhin Vermögen in dreistelliger Milliardenhöhe und bleibt global bedeutend. Wie sich die Vorwürfe rund um eine mögliche PR-Aktion weiterentwickeln, bleibt derzeit offen.

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Kommentare

User #4301 (nicht angemeldet)

haha, in de USA ist das Tagesgeschäft und die SEC schaut zu. In der Schweiz müsste die FINMA hinschauen aber die haben überhaupt kein Interesse, hier einzugreifen. Partners Group muss sich selber wehren.

User #1717 (nicht angemeldet)

Komisch, die UBS empfiehlt stets dass ich doch PG-Aktien kaufen soll.

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