Paramount schliesst Warner-Übernahme offiziell ab
Paramount hat Warner Bros. Discovery für rund 110 Milliarden Dollar übernommen. Der neue Medienkonzern heisst Skydance.

Paramount hat die Übernahme von Warner Bros. Discovery offiziell abgeschlossen. Der Kaufpreis beträgt rund 110 Milliarden Dollar, wie die «Tagesschau» berichtet.
Mit dem Abschluss entsteht unter dem Namen Skydance ein neuer Medienkonzern. Damit werden zwei traditionsreiche Hollywood-Studios unter einem gemeinsamen Dach zusammengeführt.
Zum neuen Konzern gehören künftig HBO Max, CNN sowie die Warner-Filmreihen «Harry Potter» und «Superman». Paramount bringt unter anderem Paramount+, CBS sowie «Top Gun» und «Star Trek» ein, schreibt die «ZDFheute».
Paramount setzte sich gegen Netflix durch
Der Übernahme gingen monatelange Verhandlungen und ein intensiver Bieterkampf mit Netflix voraus. Warner hatte zunächst eine Vereinbarung über den Verkauf bestimmter Unternehmensteile an Netflix getroffen.
Paramount legte anschliessend ein höheres Angebot für die vollständige Übernahme von Warner Bros. Discovery vor. Netflix zog sich schliesslich aus dem Bieterkampf zurück, während Paramount seine Pläne weiterverfolgte.
Eine wichtige Hürde wurde mit einem Vergleich mit zwölf US-Bundesstaaten beseitigt. Die Staaten hatten den Zusammenschluss wegen möglicher Wettbewerbsbeeinträchtigungen angefochten, so die «Tagesschau» weiter.
Skydance übernimmt hohe Schuldenlast
An der Spitze des neuen Konzerns stehen David Ellison und Ynon Kreiz. Gleichzeitig muss Skydance eine Schuldenlast von mehreren Dutzend Milliarden Dollar bewältigen.
Paramount hat für die kommenden Jahre konkrete Zusagen zur Kinoproduktion gemacht. In den ersten beiden Jahren sollen mindestens 30 Filme jährlich erscheinen, danach sind 32 Filme vorgesehen.
Für jeden Film unterhalb der vereinbarten Zahl soll eine Zahlung von 30 Millionen Dollar fällig werden. Zusätzlich will Skydance innerhalb von fünf Jahren weitere 1,5 Milliarden Dollar in US-Produktionen investieren, berichtet die «ZDFheute».
Sorgen um Arbeitsplätze und CNN
In Hollywood gibt es Befürchtungen vor einem grösseren Abbau von Arbeitsplätzen. Zugleich steht die künftige Rolle des Nachrichtensenders CNN besonders im Mittelpunkt der Debatte.
CNN berichtet häufig kritisch über US-Präsident Donald Trump. Kritiker befürchten deshalb eine mögliche politische Einflussnahme durch die Ellison-Familie, die Paramount kontrolliert.

Paramount hat ein unabhängiges redaktionelles Aufsichtsgremium für CNN zugesagt. Der bisherige CNN-Chefredakteur Mark Thompson soll den Sender weiterhin führen, wie der «Deutschlandfunk» schreibt.
















