Die Gewinne aus den Spielen am Bildschirm konnten die Verluste, die die terrestrischen Casinos wegen der Pandemie erlitten, nur teilweise wettmachen.
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Online Glücksspiele - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bruttospielertrag der Casinos lag bei 452 Millionen Franken.
  • Das waren rund 39 Prozent weniger als 2019.
  • Die Casinos hätten die Lockdown-Phasen mit voller Wucht getroffen.

Das Spielen im Online-Casino ist beliebt gewesen im Pandemie-Jahr 2020. Die Gewinne aus den Spielen am Bildschirm konnten die Verluste, die die terrestrischen Casinos wegen der Pandemie erlitten, nur teilweise wettmachen. Das steht im Jahresbericht der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK), den der Bundesrat am Freitag zur Kenntnis genommen hat.

Zugenommen hat auch das Angebot: 2020 hatten neun Casinos eine Konzession für Online-Spiele, gegenüber sechs im Vorjahr. Gestiegen ist auch die Zahl der Online-Spiele-Hersteller im Schweizer Markt.

Die Casinos hätten die Lockdown-Phasen mit voller Wucht getroffen, heisst es in der Mitteilung zum Jahresbericht. Der Bruttospielertrag lag bei 452 Millionen Franken. Das waren rund 39 Prozent weniger als 2019. Entsprechend ging die Spielbankenabgabe der Casinos zurück.

170 Millionen Franken erhielt der AHV-Fonds

Die Spielbanken lieferten 2020 noch 198 Millionen Franken aus terrestrischen Tätigkeiten ab, rund 45 Prozent weniger als 2019. 170 Millionen Franken erhielt der AHV-Fonds. Die restlichen 28 Millionen Franken gingen an die Standortkantone der Casinos mit B-Konzession.

Online-Spiele generierten einen Bruttospielertrag von 186,8 Millionen Franken. Die Steuern auf dieser Sparte beliefen sich auf 78 Millionen Franken. Dieses Geld floss ebenfalls in den AHV-Fonds. Zusammengezählt waren die Einnahmen des AHV-Fonds aus Glücksspielen gegenüber 2019 um rund ein Fünftel oder 64 Millionen Franken tiefer. Sie betrugen 248 Millionen Franken.

Online-Spiele dürfen die 21 Schweizer Spielbanken nach dem Inkrafttreten des neuen Geldspielgesetzes 2019 anbieten. Die Spiele müssen aber in der Schweiz bewilligt worden sein. Liegt diese Bewilligung nicht vor, muss das Angebot gesperrt werden.

Die List der gesperrten Domainnamen verlängerte sich im vergangenen Jahr laufend. Waren Anfang 2020 noch 145 Domains gesperrt, waren es im Dezember bereits 316. Drei Gesuchen um Streichung von der Liste konnten nach einer Überprüfung stattgegeben werden.

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