Oettinger Brauerei baut Auslandsgeschäft über Schweiz aus
Die deutsche Oettinger Brauerei setzt auf Auslandsgeschäft mit Schweizer Hilfe. Laut Recherche soll eine neue Gesellschaft Steuern sparen.

Laut einer Recherche von «Bild» hat die Oettinger Brauerei eine Gesellschaft in der Schweiz für ihr Auslandsgeschäft gegründet. Ziel sei es, Steuern zu sparen und die internationale Expansion zu bündeln.
Die Oettinger Brauerei verliert im schrumpfenden Heimatmarkt deutlich an Boden, da der Bierkonsum historisch niedrig ist. Hinter den Kulissen plant der Billigbier-Hersteller laut «Bild» einen umfassenden Neustart, unter anderem mit Fokus auf Auslandsgeschäfte.
Das interne Expansionsprojekt trägt den Namen «Columbus» und bündelt laut «t-online» die strategische Neuausrichtung des Unternehmens. Im Fokus stehen internationale Wachstumsmärkte wie China, in denen Oettinger künftig stärker expandieren will.
Oettinger Brauerei richtet sich international neu aus
Künftig soll eine eigenständige Gesellschaft das internationale Geschäft bündeln und steuern, berichtet «t-online». Bereits 2024 wurde dafür die Oe International AG mit Sitz in Zug in der Schweiz gegründet.

An der neuen Struktur ist auch Mitinhaberin Pia Kollmar beteiligt, berichtet «Bild». Die Konstruktion trennt das internationale Geschäft klar von der deutschen Oettinger-Brauerei.
China rückt in den Mittelpunkt der internationalen Expansionsstrategie. Vor Ort sucht Oettinger laut «t-online» gezielt nach Partnern, um den Markteintritt strukturiert umzusetzen.
Schweiz als attraktiver Unternehmensstandort
Unternehmen aus dem Umfeld verweisen auf die Schweiz als attraktiven Standort mit vergleichsweise niedrigen Unternehmenssteuern, berichtet «Das Unternehmer Wissen». Exportorientierte Firmen sollen von günstigen Steuersätzen und unternehmerfreundlichen Rahmenbedingungen profitieren.

Die Unternehmenssteuerbelastung in Deutschland liegt bei rund 30 Prozent und damit im internationalen Vergleich relativ hoch. In der Schweiz beträgt die durchschnittliche Belastung je nach Kanton etwa 13 bis 15 Prozent.
Die geplante Struktur soll wirtschaftliche Vorteile sichern und internationale Erlöse effizient bündeln. Grundlage der Recherche sind laut «Bild» rund 133.000 ausgewertete vertrauliche Dokumente.
Oettinger Brauerei reagiert auf Marktschwäche
Oettinger schloss kürzlich das Werk in Braunschweig. 150 Stellen fielen weg, da der Absatz stagniert, schreibt «Bild».
Der stärkere Fokus auf Auslandsmärkte soll rückläufige Geschäfte im Inland ausgleichen, berichtet «t-online». Langfristig strebt das Unternehmen an, etwa die Hälfte des Umsatzes im Ausland zu erzielen.
Oettinger äusserte sich auf Anfrage zunächst nicht inhaltlich zu den Vorwürfen, gibt «t-online» an. Das Unternehmen kündigte an, Fragen der Medien zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich zu beantworten.








