OeNB hebt BIP-Prognose für 2026 leicht auf 0,6 Prozent

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Österreich,

Die Österreichische Nationalbank sagt der heimischen Wirtschaft angesichts des Kriegs in Nahost und gestiegener Energiepreise weiter ein bescheidenes Wachstum voraus, zeigt aber etwas optimistischer. Für 2026 erwartet sie ein BIP-Plus um 0,6 Prozent, nach 0,5 Prozent in der März-Prognose.

BIP
DiDie Österreichische Nationalbank sagt der heimischen Wirtschaft angesichts des Kriegs in Nahost und gestiegener Energiepreise weiter ein bescheidenes Wachstum voraus, zeigt aber etwas optimistischer. (Symbolbild) - Keystone

In den Jahren 2027 und 2028 beschleunigt sich das Wachstum auf 1,1 bzw. 1,2 Prozent. Die Inflationserwartung (HVPI) der OeNB lautet nun auf 3,2 Prozent, davor waren es 2,7 Prozent.

Die Inflation wird aufgrund hoher Treibstoffpreise infolge des Kriegs hingegen wieder anziehen. Indirekte Effekte würden sich aber auch in der Teuerung von Nahrungsmitteln und Industriegütern zeigen, die in den kommenden Quartalen weiter und bis 2028 erhöht bleiben.

Zudem erwarten die Notenbank-Ökonomen aus heutiger Sicht nicht, dass die Inflation auf ähnlich hohe Werte wie in den Jahren 2022 und 2023 ansteigen wird. 2027 soll sie sich auf 2,4 Prozent und 2028 auf 2,1 Prozent verlangsamen.

Zum Vergleich: Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) rechnete bei seiner Prognose im April mit einem Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent, während das Institut für Höhere Studien (IHS) ein Plus von 0,5 Prozent für 2026 vorhersagte. Für die Teuerung prognostizierten sie eine Rate von 2,7 bzw. 2,9 Prozent. Die neuen Erwartungen von Wifo und IHS werden am 25. Juni bekanntgeben.

«Der Krieg im Nahen und Mittleren Osten belastet die wirtschaftliche Entwicklung in Österreich. Gestiegene Energiepreise- und Rohstoffpreise schwächen die Kaufkraft der Haushalte und wirken dämpfend auf die Wirtschaft. Gleichzeitig sorgt die hohe geopolitische Unsicherheit für Zurückhaltung bei Investitionen.

«Dass die österreichische Wirtschaft 2026 dennoch moderat wachsen wird, ist vor allem auf den robusten Start ins Jahr zurückzuführen», so OeNB-Gouverneur Martin Kocher am Freitag.

Der österreichische Arbeitsmarkt dürfte die Konjunkturdelle im laufenden Jahr hingegen überstehen. Die Arbeitslosenquote werde mit 7,4 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres bleiben, hiess es mit Verweis auf Daten des Arbeitsmarktservice (AMS).

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