Nokia kappt Prognose wegen hoher Investitionen für 5G-Technik

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    Finnland,

    Nokia hat am heutigen Donnerstag eine neue Prognose veröffentlicht. Der angestrebte Gewinn wurde deutlich herabgesetzt.

    Nokia HMD Global
    Das Firmenlogo von Nokia. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In einer neuen Prognose hat Nokia den bisher angestrebten Gewinn deutlich verringert.
    • Grund dafür seien der Druck auf die Margen und die hohen Investitionen in die 5G-Technik.

    Wegen hoher Investitionen in die neue 5G-Mobilfunktechnik hat der Netzwerkausrüster Nokia seine Aktionäre mit einer deutlich zusammengestutzten Prognose schockiert. In diesem und dem kommenden Jahr werden die Finnen deutlich weniger Gewinn machen als bisher angepeilt. Dies teilte der Konzern bei der Vorlage seiner Zahlen für das dritte Quartal am Donnerstag in Espoo mit. Hintergrund seien der Druck auf die Margen und die Notwendigkeit, mehr Geld in den 5G-Aufbau zu stecken.

    Auch die Dividendenzahlung will Nokia zunächst aussetzen. An der Börse sorgten die Nachrichten für einen Kurssturz, die Nokia-Aktie sackte kurz nach Handelsbeginn um 22 Prozent ab. Eine Erholung erwartet Nokia-Chef Rajeev Suri erst 2021.

    Nokia
    Rajeev Suri, CEO von Nokia - keystone

    Der bereinigte Gewinn je Aktie soll 2019 nun bei rund 21 Cent liegen. Zuvor war Nokia von einem Wert zwischen 25 und 29 Cent ausgegangen.

    Bei der bereinigten operativen Marge erwartet der Konzern jetzt rund 8,5 Prozent. Diese Marge ist der Anteil vom Gewinn am Umsatz. Bislang war der Netzwerkausrüster von 9 bis 12 Prozent ausgegangen. Auch für das kommende Jahr kappte Suri die Schätzungen deutlich.

    Im dritten Quartal steigerte Nokia zwar den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn ging aber um 2 Prozent auf 478 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich fuhr Nokia einen auf die Aktionäre entfallenden Überschuss von 82 Millionen Euro ein. Dies, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 79 Millionen Euro für den im Umbau befindlichen Konzern zustande gekommen war.

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