Meta-Aktie – KI-Wachstum trifft auf hohe Kosten
Die Meta Aktie legt dank des starken Werbegeschäfts und neuer KI-Angebote zu. Gleichzeitig steigen die Investitionen und Rechtskosten des Techkonzerns.

Meta Platforms steigerte den Umsatz im dritten Quartal 2026 deutlich. Gleichzeitig belasten hohe KI-Investitionen und Rechtsstreitigkeiten die finanzielle Entwicklung des Technologiekonzerns.
Laut «finanzen.net» stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 26 Prozent auf 64,60 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn erreichte 9,86 Milliarden US-Dollar, nach 2,71 Milliarden im Vorjahreszeitraum.
Die Aktie legte am Mittwoch nach Börsenschluss zunächst rund fünf Prozent zu. Am Donnerstag zeigte sich der Titel im vorbörslichen Handel schwächer, wie die «Euronews» berichtet.
Werbegeschäft und KI treiben das Wachstum
Das Werbegeschäft bleibt Metas wichtigster Wachstumstreiber. Die Anzeigenpreise stiegen im dritten Quartal um 14 Prozent, während die Zahl der Werbeeinblendungen um zehn Prozent zunahm.
KI-gestützte Empfehlungen und Verbesserungen der Werbetechnologie tragen zu dieser Entwicklung bei. Die täglichen Nutzer von Facebook, Instagram, Messenger und WhatsApp stiegen im Jahresvergleich um drei Prozent auf durchschnittlich 3,64 Milliarden Menschen.
Zusätzliche Wachstumschancen bietet der persönliche KI-Agent Muse. In den USA und Kanada haben bereits mehr als zehn Millionen Menschen ein Konto bei dem Dienst eingerichtet.
Morningstar sieht weiteres Potenzial durch KI
Meta prüft für Muse verschiedene Einnahmemodelle, darunter Abonnements, Werbung und E-Commerce-Funktionen. Unternehmenschef Mark Zuckerberg sieht langfristig das Potenzial, höhere Umsätze pro Nutzer als mit klassischen Apps zu erzielen.
Der Analyst Malik Ahmed Khan von «Morningstar» bestätigt seine Fair-Value-Schätzung für die Meta Aktie bei 850 US-Dollar. Das Analysehaus bewertet den Titel mit vier Sternen und bescheinigt dem Unternehmen einen breiten wirtschaftlichen Wettbewerbsvorteil.
Weitere Erlöse könnten aus KI-Unternehmenslösungen, dem Verkauf überschüssiger Rechenkapazitäten und Umsatzbeteiligungen im agentischen Handel entstehen. Diese möglichen Einnahmequellen sind noch nicht vollständig im Bewertungsmodell berücksichtigt.
Hohe KI-Investitionen und Rechtskosten drücken auf die Profitabilität
Gleichzeitig sinkt die Profitabilität des laufenden Geschäfts. Die bereinigte operative Marge ging laut der «Morningstar» im dritten Quartal um fünf Prozentpunkte auf 35 Prozent zurück.
Meta plant für 2026 Investitionsausgaben zwischen 135 und 145 Milliarden US-Dollar. Wie die «Euronews» berichtet, erhöhte der Konzern die Untergrenze seiner bisherigen Prognose um fünf Milliarden Dollar.

Eine zusätzliche Belastung entstand durch Rechtsstreitigkeiten. Laut «finanzen.net» lag der verwässerte Gewinn je Aktie bei 3,83 US-Dollar.
Milliardenstrafe und neue Aktienklasse: Meta baut KI-Finanzierung aus
Hinzu kommt ein Verfahren im US-Bundesstaat New Mexico, in dem Meta zur Zahlung von 25 Milliarden US-Dollar verurteilt wurde. Wie die «Euronews» berichtet, will der Konzern gegen die Entscheidung juristisch vorgehen.
Der freie Cashflow rutschte im Quartal erstmals seit 2012 ins Minus. Zudem beschloss der Verwaltungsrat eine neue börsennotierte Aktienklasse ohne Stimmrechte, die ab Januar 2027 eingeführt werden soll.
Laut «finanzen.net» soll jeder bestehenden Class-A- und Class-B-Aktie eine neue Class-C-Aktie ohne Stimmrechte zugeteilt werden. Die zusätzliche Aktienklasse erweitert Metas Möglichkeiten zur Kapitalbeschaffung, während der Konzern weiterhin umfangreich in KI-Technologien und Rechenzentren investiert.
















