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    Aktie unter Druck – Wall-Street-Ausverkauf belastet Europa

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Zürich,

    Die Aktie steht unter Druck: US-Inflation und KI-Zweifel belasten Technologiewerte, während defensive Schweizer Titel den SMI stützen.

    SMI Aktie Aktien
    Die Entwicklung der Schweizer Aktie hängt zunehmend davon ab, wie stark Unternehmen vom KI-Boom und steigenden Zinsen betroffen sind. (Symbolbild) - depositphotos

    Die Wall Street hat einen deutlichen Rückschlag erlebt. Laut «investrends.ch» verlor der S&P 500 am Mittwoch 1,1 Prozent, während der Nasdaq Composite um 1,9 Prozent nachgab.

    Besonders stark gerieten Halbleiterwerte unter Druck. Der Philadelphia Semiconductor Index verlor 4,3 Prozent, AMD 5,7 Prozent und Nvidia 3,2 Prozent.

    Auslöser waren höhere US-Inflationszahlen und wachsende Zweifel an der Rentabilität milliardenschwerer Investitionen in künstliche Intelligenz. Laut «investrends.ch» stieg die US-Inflation im September auf 3,7 Prozent und übertraf die erwarteten 3,6 Prozent.

    US-Zinsen und KI-Zweifel setzen Aktien unter Druck

    Die hartnäckige Teuerung erschwert der US-Notenbank Federal Reserve ihre geldpolitischen Entscheidungen. Höhere Zinsen verteuern die Unternehmensfinanzierung und belasten die Bewertung von Aktien, deren erwartete Gewinne weit in der Zukunft liegen.

    Zusätzlich hinterfragen Anleger, ob sich die hohen Investitionen in KI-Infrastruktur ausreichend auszahlen. Der Cloud-Anbieter CoreWeave verlor am Mittwoch 15,5 Prozent, während auch seine Anleihen unter Druck gerieten.

    Die Daten sprechen nicht für einen vollständigen Rückzug aus US-Aktien. Laut «investrends.ch» flossen 5,11 Milliarden US-Dollar aus US-Aktienfonds ab, während Techfonds 4,53 Milliarden anzogen.

    Europa profitiert von Umschichtungen, bleibt aber unter Druck

    Auch andere Anlageklassen profitierten von der Umschichtung. US-Anleihenfonds erhielten Zuflüsse von 19,78 Milliarden US-Dollar, während Geldmarktfonds 68,49 Milliarden US-Dollar aufnahmen.

    Europäische Aktien hielten sich zunächst besser als amerikanische Technologiewerte. Der Stoxx Europe 600 verlor am Donnerstagmorgen 0,4 Prozent, während der europäische Technologieindex um 1,2 Prozent nachgab.

    Würdest du angesichts des Wall-Street-Ausverkaufs weiterhin in Aktien investieren?

    Der Bericht verweist auf niedrigere Bewertungen und das geringere Gewicht grosser Technologiekonzerne als mögliche relative Vorteile Europas. Bei einem weltweiten Risikoabbau wären jedoch auch europäische Unternehmen betroffen.

    Schweizer Aktien: Defensive Schwergewichte stützen den SMI

    Hinzu kommen die Energiepreise als Belastungsfaktor. Ein anhaltend hoher Ölpreis verteuert die Produktion und erschwert die Eindämmung der Inflation.

    Der Schweizer Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag vergleichsweise widerstandsfähig. Laut dem «MarketScreener» stieg der Swiss Market Index (SMI) bis 11:15 Uhr um 0,30 Prozent auf 14'172,17 Punkte.

    Gesundheits- und Konsumgüterwerte stützten den Leitindex. Novartis, Roche und Nestlé gehörten zu den unterstützenden Schwergewichten, während ABB und Logitech unter Druck standen.

    Aktie: Versicherer gefragt, Techwerte unter Druck

    Auch Versicherungsaktien waren gefragt. Laut der «MarketScreener» waren Zurich Insurance, Swiss Life und Swiss Re als defensive Dividendentitel gefragt.

    Wie stark der internationale Abverkauf Schweizer Unternehmen erfasst, zeigt VAT. Die Aktie verlor 5,6 Prozent, trotz Rekordaufträgen und besserem Ausblick für 2027.

    Auch AMS Osram, Inficon und Comet verzeichneten deutliche Verluste. Damit gerieten Schweizer Unternehmen mit Bezug zur Halbleiterindustrie trotz unterschiedlicher Geschäftsmodelle unter Druck.

    SMI legt im Wochenverlauf zu

    Trotz des internationalen Technologie-Ausverkaufs legte der Schweizer Leitindex im Wochenverlauf zu. Laut «finanzen.at» notierte der SMI am Donnerstag, 15. Oktober 2026, um 12:08 Uhr 0,46 Prozent höher bei 14'195,41 Punkten.

    Seit Wochenbeginn gewann der Index damit 2,51 Prozent. Zurich Insurance, Lonza und Nestlé legten zu, während ABB und Logitech nachgaben.

    SMI Aktie Six
    Die Schweizer Aktie zeigt sich je nach Branche unterschiedlich robust gegenüber dem internationalen Börsenrückgang. (Symbolbild) - keystone

    Im weiteren Tagesverlauf standen die US-Produzentenpreise, die Einzelhandelsumsätze und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe im Fokus. Diese Daten sollten weitere Hinweise auf die US-Zinsentwicklung liefern, die für die internationalen Aktienmärkte von Bedeutung ist.

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