Märkte in Sog des Iran-Kriegs und der Ölpreisentwicklung gefangen
Die Aktienmärkte zeichnen sich am Freitag durch ein hohes Mass an Volatilität aus. Nach einer zunächst positiven Eröffnung geht es am frühen Nachmittag deutlich bergab.

Nachdem Israels Premierminister Benjamin Netanjahu am Vorabend weitere Angriffe auf die Energie-Infrastruktur im Iran ausgeschlossen hatte, war in Europa zunächst etwas Entspannung an den Märkten zu verspüren. Diese hielt jedoch nicht lange an und gegen Mittag drehten die Märkte schon wieder leicht ins Minus, um bis zur Eröffnung in den USA erneut klar anzusteigen.
Die US-Märkte eröffneten negativ und damit ging es auch auf dem alten Kontinent wieder deutlich abwärts. Dabei trübten Medienberichte die Stimmung weiter ein, wonach die USA zusätzliche Kriegsschiffe und Bodentruppen in die Region entsenden wollen.
Um 15.20 Uhr steht der SMI 0,63 Prozent im Minus bei 12'380 Punkten. Sein Tageshoch hatte er am frühen Vormittag mit 12'565 Punkten markiert.
Damit zeichnet sich auch in der dritten Woche nach Kriegsausbruch ein klares Wochenminus von aktuell über 3 Prozent ab. Seit Kriegsbeginn summieren sich die Verluste auf mehr als 11 Prozent.
Die Märkte haben sich anfänglich im Rhythmus mit den Schwankungen des Ölpreises entwickelt. Ging dieser hoch, sackten die Märkte ab und umgekehrt. Insgesamt hat sich der Ölpreis auf einem hohen Niveau etwas stabilisieren können, nachdem er am Vortag noch auf fast 120 US-Dollar pro Barrel geklettert war.
Aktuell kostet das Fass rund 108 Dollar. Die Tendenz ist aber wieder steigend. Die Situation beim Gaspreis hat sich derweil etwas entspannt, nach einem deutlichen Anstieg am Vortag. Grund war der Angriff des Irans auf die Erdgas-Infrastruktur von Katar, der zu erheblichen Schäden führte.






