Künast kritisiert Klöckners Politik zum Tierwohl

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Deutschland,

Vor dem Start der Haltungskennzeichnung für Fleisch in vielen Supermarktketten haben die Grünen die Politik von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) kritisiert.

Ferkel in einer Zuchtanlage
Ferkel in einer Zuchtanlage - dpa/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Handel startet am Montag mit eigener Haltungskennzeichnung.

Der Handel warte nicht länger auf die Politik und liefere nun «selbst eine Haltungskennzeichnung», sagte die Grünen-Agrarexpertin Renate Künast der Nachrichtenagentur AFP. «Das ist gut.» Das von Klöckner geplante Tierwohllabel sei hingegen «gescheitert bevor es starten konnte».

Die in der Initiative Tierwohl engagierten Supermarktketten führen am Montag eine einheitliche Kennzeichnung der Tierhaltung ein. Zunächst werden verpackte Fleischprodukte schrittweise mit dem System «Haltungsform» gekennzeichnet, das aus vier farblichen Stufen besteht und sich auf Schwein, Geflügel und Rind bezieht. Je nachdem, wieviel Platz, Beschäftigungsmaterial und Frischluft die Tiere haben, ändert sich die Stufe.

Beteiligen wollen sich Aldi, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto, Penny und Rewe. Sie besitzen zum Teil eigene Kennzeichnungen, die dann vereinheitlicht werden sollen.

Klöckner plant hingegen ein freiwilliges staatliches Tierwohllabel und rechnet damit, dass 2020 die ersten Produkte zu kaufen sein werden. Das Label soll zunächst nur für Schweinefleisch gelten. Künast kritisierte, das Label stehe nicht für «deutlich bessere Tierhaltungsbedingungen». Ausserdem sei ein Marktanteil von 20 bis 30 Prozent «zu wenig».

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