Julius Bär

    Julius Bär erzielt 2019 weniger Gewinn und passt Strategie an

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Die Julius-Bär-Gruppe hat 2019 weniger Gewinn erzielt als im Vorjahr. Zudem blieb der Zufluss von Neugeldern unter den eigenen Zielsetzungen.

    Bank Julius Bär
    Die Bank Julius Bär ist einer der grössten europäischen Vermögensverwalter. - sda

    Das Wichtigste in Kürze

    • Julius Bär erzielte 2019 weniger Gewinn als im Vorjahr.
    • Im Rahmen eines Strategieupdate will die Bank Kosten einsparen und sich neue Ziele setzen.

    Die Julius-Bär-Gruppe hat 2019 weniger Gewinn erzielt als im Vorjahr. Zudem blieb der Zufluss von Neugeldern unter den eigenen Zielsetzungen. Die Vermögensverwaltungsbank kündigt nun im Rahmen eines Strategieupdate weitere Kosteneinsparungen an und setzt sich neue Mittelfristziele.

    Der IFRS-Konzerngewinn verringerte sich wegen Abschreibungen auf die italienische Tochter Kairos und wegen umfangreichen Rückstellungen für einen Rechtsstreit um DDR-Vermögen um deutliche 37 Prozent auf 465 Millionen Franken. Der um Integrations- und Restrukturierungskosten adjustierte Konzerngewinn ging gegenüber dem Vorjahreswert noch um 4,7 Prozent auf 772,0 Millionen Franken zurück, wie die Vermögensverwaltungsbank am Montag mitteilte.

    Dividende von 1,50 Franken je Aktie

    Die Julius Bär-Aktionäre sollen für das abgelaufene Geschäftsjahr nun eine unveränderte Dividende von 1,50 Franken je Aktie erhalten. Zuvor war die Dividende fünf Jahre in Folge angehoben worden.

    Julius Bär
    Das Logo der Julius Bär Bank im Vorfeld der Pressekonferenz zur Präsentation der Jahreszahlen in Zürich. - Keystone

    Die verwalteten Vermögen (Assets under Management AuM) lagen per Jahresende bei 426 Milliarden Franken, was gegenüber dem Wert des Vorjahres einem Anstieg um 12 Prozent entsprach. Auch gegenüber dem Wert von Ende Oktober 2019 nahmen die AuM etwas zu.

    Der Neugeldzufluss lag bei 10,6 Milliarden Franken entsprechend einem Zufluss von 2,8 Prozent der AuM. Die Bank musste nicht zuletzt deutliche Abflüsse bei Kairos hinnehmen. Damit blieb Julius Bär im vergangenen Jahr klar unterhalb des eigenen Zielbereichs eines Zuflusses von 4 bis 6 Prozent.

    Erwartungen der Analysten knapp erfüllt

    Mit den Zahlen hat Julius Bär die Erwartungen der Analysten beim Gewinn knapp erfüllt. Der adjustierte Konzerngewinn war gemäss AWP-Konsens bei 786 Millionen Franken erwartet worden, die Schätzungen für den IFRS-Konzerngewinn lagen im Schnitt bei 468 Millionen Franken. Die verwalteten Vermögen hatten die Analysten bei 427 Milliarden erwartet und damit ziemlich genau geschätzt.

    Im Rahmen eines «Strategieupdates» des seit September 2019 amtierenden neuen CEO Philipp Rickenbacher kündigt die Vermögensverwaltungsbank nun ein «umfassendes Dreijahresprogramm» an, um die Erträge zu erhöhen und «Produktivität und Effizienz zu steigern». Dabei soll die Kostenbasis um 200 Millionen reduziert werden. Zudem setzt sich die Bank neue Mittelfristziele für die Periode von 2020 bis 2022.

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