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    IWF senkt globale Wachstumsprognose erneut leicht

    Keystone-SDA
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    USA,

    Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft erneut leicht nach unten angepasst. Für 2026 rechnet die Organisation laut der am Mittwoch veröffentlichten Aktualisierung des Weltwirtschaftsausblicks (WEO) nur noch mit einem globalen Wachstum von 3,0 Prozent. Das sind 0,1 Prozentpunkte weniger als in der Prognose vom April.

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    ARCHIV - Das Logo des Internationalen Währungsfonds (IWF) an der Fassade des Tagungsgebäudes in Washington. Foto: Soeren Stache/dpa - keystone

    Die neuen Schätzungen wurden noch vor der jüngsten Eskalation der Kämpfe im Nahen Osten erstellt. Für 2027 erwartet der IWF eine Beschleunigung des Wachstums, womit die diesjährige Abschwächung weitgehend ausgeglichen werden soll. Über beide Jahre betrachtet blieben die Prognosen damit im Wesentlichen unverändert, erklärte Forschungsleiterin Deniz Igan gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Den stärksten Einfluss auf die Revisionen sieht der IWF in der Region Naher Osten und Zentralasien, die besonders von den Folgen des Kriegs zwischen den USA, Israel und dem Iran betroffen sei. Für die Region wird 2026 nur noch ein Wachstum von 0,7 Prozent erwartet. Im kommenden Jahr soll sich die Wirtschaft dagegen mit einem Plus von 6,5 Prozent deutlich erholen.

    Besonders stark litten laut Igan kurzfristig der Irak und Katar unter der zeitweisen Schliessung der Strasse von Hormus, da für ihre Energieexporte kaum Alternativen bestanden hätten. Saudi-Arabien dürfte 2026 dagegen ein Wachstum von 1,7 Prozent erzielen. Für den Iran hat sich der Ausblick zwar verbessert, dennoch erwartet der IWF für das laufende Jahr weiterhin einen Wirtschaftseinbruch von 5,4 Prozent.

    Ausserhalb der Krisenregion belasteten vor allem höhere Energiepreise die Wirtschaft. Der IWF hob deshalb seine Inflationsprognosen sowohl für die Industrieländer als auch für die übrigen Volkswirtschaften an. Dabei handle es sich jedoch vor allem um einen vorübergehenden Effekt infolge gestiegener Energie- und Lebensmittelpreise, sagte Igan.

    Als wichtigen Stabilisierungsfaktor nennt der IWF die hohen Investitionen in Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Vor allem in den USA profitierten Wirtschaft und Technologiebranche von umfangreichen Investitionen in Rechenzentren und andere KI-Infrastruktur.

    Zwar seien auf gesamtwirtschaftlicher Ebene bislang noch keine deutlichen Produktivitätsgewinne sichtbar. Die Investitionen fielen jedoch stärker aus als erwartet und kämen sowohl den investierenden Ländern als auch den Herstellern entsprechender Ausrüstung zugute. Ob daraus künftig nachhaltige Produktivitätsgewinne entstehen, sei allerdings noch offen. Der IWF warnt, dass sich die Erwartungen an die wirtschaftlichen Effekte der KI auch als zu optimistisch erweisen könnten.

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