Industrie-KMU sehen erste positive Signale - noch keine Trendwende
Die kleinen und mittelgrossen Unternehmen (KMU) der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) bleiben in einer schwierigen Lage.

Sie sehen zwar erste positive Signale, aber noch keine Trendwende. Noch immer schätzt die Mehrheit der Betriebe die Lage als ungünstig ein.
Immerhin ist diese Mehrheit etwas kleiner geworden. Laut dem neuen Swissmechanic-Geschäftsklimaindex beurteilen noch zwei Drittel die Lage als unvorteilhaft. Bei der Befragung vor drei Monaten waren es noch drei Viertel.
Entsprechend verbesserte sich der quartalsmässig erhobene KMU-MEM-Geschäftsklimaindex im zweiten Quartal auf -20 Punkte von -30 im ersten Jahresviertel. Das ist das dreizehnte Quartal in Folge mit einem negativen Stand, aber immerhin der beste Wert seit dem Frühjahr 2024.
Zuletzt sind die Exporte der Industrie-KMUs nach Angaben des Verbands das vierte Quartal in Folge gewachsen. Gleichzeitig liege die Kapazitätsauslastung erstmals seit Ende 2023 wieder auf dem langjährigen Durchschnittswert. Auch der Einsatz von Kurzarbeit sei zurückgegangen.
Noch kein Turnaround
Von einem Turnaround könne indes noch keine Rede sein, heisst es weiter. Für eine nachhaltige Trendwende brauche es stabile wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und verlässliche Perspektiven für die KMU.
Während die Sorgen um die Auftragslage etwas abgenommen haben, gewinne der Fachkräftemangel wieder an Bedeutung. Rund ein Drittel der Unternehmen bezeichneten diesen als eine der grössten Herausforderungen. Zunehmend schwieriger werde auch die Rekrutierung geeigneter Lernender.






