Helvetia Baloise rechnet für Hagelunwetter mit Millionenschäden
Die Helvetia Baloise rechnet mit einer Belastung in dreistelliger Millionenhöhe durch das Hagelunwetter in der Schweiz von Ende August. «Wir gehen von Kosten nach Abzug der Rückversicherungsdeckung von 120 bis 140 Millionen Franken aus», sagte Finanzchef Matthias Henny am Donnerstag vor Medienvertretern.

Am 28. August haben Hagelschauer in grossen Teilen der Schweiz schwere Schäden angerichtet. Die Privatversicherer müssen vor allem Schäden an beschädigten Autos übernehmen, für Schäden an Immobilien stehen die Gebäudeversicherungen in der Pflicht. Laut einer Schätzung des Schweizerischen Versicherungsverbands (SVV) haben die Unwetter gesamthaft einen privatversicherten Schadenumfang von knapp einer Milliarde Franken verursacht.
Henny betonte, dass die Helvetia Baloise genügend stark kapitalisiert sei, um den Millionenschaden stemmen zu können. Der Schaden-Kosten-Satz, der in der ersten Jahreshälfte im Gesamtkonzern auf profitablen 92,0 Prozent zu liegen kam, werde durch das Unwetter ungefähr mit einem Prozentpunkt belastet. «Wir werden unsere Geschäftsziele deswegen nicht anpassen müssen», fügte er an.
Keine signifikant hohen Kosten erwartet Helvetia Baloise aus den verheerenden Waldbränden, die diesen Sommer etwa in Frankreich oder Spanien für Verwüstung gesorgt hatten. Der Konzern hat vor allem in Spanien eine starke Stellung, jedoch halte sich die Belastung dort für die Gruppe in Grenzen, auch weil von den Bränden kaum Werte wie Immobilien oder Autos betroffen gewesen seien, hiess es.






