Handy überholt Karte als beliebtestes Zahlungsmittel

Keystone-SDA
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Zürich,

Wenn es ums Bezahlen geht, wird das Handy immer beliebter. Nun hat es laut einer Umfrage die Karte als beliebtestes Zahlungsmittel abgelöst.

Smartphone bezahlen
Wird zum Bezahlen immer beliebter und überholt die Kartenzahlung: das Smartphone. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Schweiz ist das Handy mit 28 Prozent das beliebteste Zahlungsmittel.
  • Auch die Kartenzahlung ist beliebt, es gibt einen Trend zum kontaktlosen Bezahlen.
  • Bargeld führen viele nur noch für den Notfall mit sich.

Das Smartphone ist das beliebteste Zahlungsmittel der Schweiz.

Laut einer Umfrage des Kartenanbieters Visa überholt es erstmals physische Bezahlkarten und Bargeld. Das Bedürfnis nach digitalen Bezahlmöglichkeiten steigt damit weiter an.

28 Prozent der Schweizer Bevölkerung bevorzugen Mobile Payment. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten Visa Payment Monitor 2026 hervor.

Knapp dahinter folgen Debitkarten mit 27 Prozent und Bargeld mit 25 Prozent.

Trend zum digitalen Bezahlen setzt sich fort

«Wer mit dem Smartphone kontaktlos bezahlt, nutzt dabei die Karte, die auf dem Gerät hinterlegt ist.» Das zeige, dass die Investitionen in moderne Debitkarten der richtige Schritt seien, erklärte Visa Schweiz der Nachrichtenagentur AWP.

Kontaktlos bezahlen
Der Trend zum kontaktlosen Bezahlen setzt sich in der Schweiz fort. - keystone

«Zudem sehen wir, dass sich der Trend zum digitalen Bezahlen fortsetzt», so die Visa weiter.

Besonders junge Menschen interessieren sich für die Verbreitung digitaler Zahlungsmöglichkeiten. Fast drei Viertel der 18- bis 35-Jährigen finden, dass man heute überall mit Karte oder mobil bezahlen können sollte.

Bargeld nur noch als Notnagel

Unter den jungen Erwachsenen zahlen zudem bereits zwei von drei Personen mobil. In der Gesamtbevölkerung ist es rund jeder Zweite, der an der Ladenkasse sein Smartphone zückt.

Knapp die Hälfte der Befragten gab an, Bargeld nur noch mitzuführen, falls man in einem Geschäft nicht digital zahlen könne. Gleichzeitig geben 32 Prozent der Bevölkerung an, Geschäfte, welche ausschliesslich Bargeld akzeptieren, aktiv zu vermeiden.

Bargeld
Tragen viele nur noch als Notnagel mit sich: Bargeld. - keystone

«Wer keine digitalen Zahlungen akzeptiert, verliert potenziell Kunden und damit Geschäft. Unternehmen sind gut beraten, ihren Kunden die Wahl zu lassen, so zu bezahlen, wie sie es möchten», heisst es weiter.

Die Hälfte der Schweizer glaubt, dass es in fünf Jahren normal sein wird, nicht mehr mit Bargeld zu bezahlen. Knapp jeder Dritte geht aktuell davon aus, KI das Einkaufen in Zukunft übernehmen wird.

Echtzeitüberweisungen sorgen noch für Skepsis

Beim Thema Echtzeitüberweisungen zeigt sich ein ambivalentes Bild. Zwar ist das Angebot im Alltag der Schweizer angekommen. Und jeder Zweite verwendet Echtzeitüberweisungen zumindest unregelmässig.

Doch: das Vertrauen muss sich noch aufbauen. So äussern 72 Prozent noch Bedenken bei der Nutzung von Instant Payments. Dies hauptsächlich wegen der fehlenden Rückbuchungsmöglichkeit.

Bezahlst du mit dem Handy?

Für den Visa Payment Monitor hat das Marktforschungsinstitut Forsa im November 2025 eine Online-Umfrage durchgeführt. 1022 Personen ab 18 Jahren wurden dazu in der Schweiz befragt.

505 Personen entfielen dabei auf die Alterskategorie der 18- bis 35-Jährigen. zu ihrer Einstellung zum digitalen Bezahlen und ihrem Nutzungsverhalten befragt.

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Kommentare

User #6279 (nicht angemeldet)

Ich bezahle wie wahrscheinlich viele andere auch hauptsächlich in Bar. Nicht im Notfall sondern in der Regel. Erst ab 100 aufwärts nehm ich die Karte.

User #1295 (nicht angemeldet)

Würde gerne mit Bargeld bezahlen, aber mit Card habe ich automatisch eine indirekte Quittung! Zudem ist es nicht förderlich Bargeld zu zeigen, da es immer destruktive Personen rum hat!

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