«Greenwashing» ist das Schweizer Finanzwort des Jahres. Im Allgemeinen wird damit Etikettschwindel bezeichnet.
Beitrag zum Klimaschutz oder «Greenwashing»? Vodafones neue «grüne» Mobilfunktarife werden kontrovers diskutiert. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Beitrag zum Klimaschutz oder «Greenwashing»? Vodafones neue «grüne» Mobilfunktarife werden kontrovers diskutiert. Foto: Sebastian Gollnow/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Schweizer Finanzwort des Jahres ist «Greenwashing».
  • Damit wird allgemein Etikettenschwindel bezeichent.
  • Meist sind Produkte gemeint, die ihre Nachhaltigkeitsversprechen nicht halten.

Das Schweizer Finanzwort des Jahres lautet «Greenwashing». Eine fünfköpfige Jury unter Federführung des Finanzportals «finews.ch» und des Vermögensverwalters Natixis Investment Managers hat das Wort unter mehr als 250 Einsendungen zum Sieger erkoren.

Als «Greenwashing» wird allgemein Etikettenschwindel bezeichnet. Im Fall der Finanzbranche bezieht sich der Begriff in der Regel auf Finanzprodukte, die nicht den versprochenen Nachhaltigkeitskriterien entsprechen. Sie werden als «grüner» angepriesen, als sie effektiv sind.

Achtes Finanzwort

«Greenwashing war im Rückblick bezeichnend für das Finanzjahr 2021», sagte Finanzprofessorin und Jurymitglied Sita Mazumder gegenüber «finews.ch». Selbst bei renommierten Finanzinstituten sei es zu «Greenwashing» gekommen.

Wahl zum Finanzwort des Jahres fand zum achten Mal statt. Die zuvor gekürten Begriffe waren «Negativzinsen», «Nullzinspolitik», «Frankenschock», «Bitcoin», «Strafzoll», «Libra» sowie «Schuldenpandemie»

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