Eurozone erlebt die stärkste Inflation seit 2012

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    Deutschland,

    Die Europäische Zentralbank (EZB) bestätigte heute Freitag die erste Erhebung der Inflationsrate seit Dezember 2012.

    christine lagarde
    Die Europäische Zentralbank (EZB). - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Inflation ist in der Eurozone so hoch wie seit 2012 nicht mehr.
    • Gemäss der EZB stieg die Teuerungsrate im Juli auf 2,1 Prozent.

    In der Eurozone ist die Teuerung so stark wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr. Im Juli sei die Inflationsrate auf 2,1 Prozent gestiegen, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Die Behörde bestätigte die erste Erhebung und damit die höchste Teuerungsrate seit Dezember 2012. Das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von mittelfristig knapp zwei Prozent wird leicht übertroffen.

    Damit ist die Inflation im gemeinsamen Währungsraum schon den dritten Monat in Folge gestiegen. Im Juni hatte die Teuerungsrate 2,0 Prozent betragen, im Mai 1,9 Prozent. Im Monatsvergleich meldete Eurostat für den Juli einen Rückgang der Verbraucherpreise um 0,3 Prozent.

    Besonders deutlich fiel der Preisanstieg für Energie aus. Diese verteuerte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,5 Prozent. Nahrungs- und Genussmittel waren 2,5 Prozent teurer. Die Preise für Dienstleistungen stiegen um 1,4 Prozent, die Preise für Industriegüter um 0,5 Prozent - und damit jeweils unterdurchschnittlich stark.

    Ohne Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak lag das Preisniveau im Juli 1,1 Prozent höher als vor einem Jahr. Auch in dieser Betrachtung wurde eine erste Schätzung wie von Analysten erwartet bestätigt. Die Kernrate gilt als aussagekräftiger für die Preisentwicklung als die Gesamtinflation, weil die Preise für Energie und Nahrungsmittel oft stärker schwanken.

    Die EZB hat bereits angekündigt, ihre Geldpolitik zum Jahreswechsel etwas weniger locker ausrichten zu wollen. Sie erwartet, dass sich die Inflation mittelfristig in der Nähe ihres Zielbereichs von knapp zwei Prozent festsetzt. Die lange Zeit schwache Inflation - eine Folge der Euro-Schuldenkrise - war der wichtigste Grund für die extrem lockere Geldpolitik der Notenbank mit den rekordtiefen Zinsen.

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