Epic Suisse verschiebt Börsengang

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    Zürich,

    Das Immobilienunternehmen Epic Suissegeplanten verschiebt den Gang an die Börse aufgrund der aktuellen Marktbedingungen.

    Epic suisse
    Die Schweizer Börse in Zürich soll Zuwachs erhalten von der Immobiliengesellschaft Epic Suisse. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

    Das Wichtigste in Kürze

    • Epic Suisse verschiebt den für Donnerstag geplanten Börsengang.
    • Die aktuelle Marktlage sei ungünstig für ein IPO.

    Epic Suisse macht kurz vor dem geplanten Börsengang einen Rückzieher: Das Immobilienunternehmen verschiebt den Gang an die Börse wegen der aktuellen Marktbedingungen. Es will das Umfeld jedoch weiter beobachten und Möglichkeiten für ein künftiges IPO prüfen.

    Epic habe die Verschiebung gemeinsam mit der Koordinatorin des Börsengangs UBS beschlossen, hiess es in einer Mitteilung vom Dienstag. Der Börsengang war eigentlich für diesen Donnerstag vorgesehen gewesen.

    Unsicherheit an der Schweizer Börse

    Zuletzt hatte sich an der Schweizer Börse vermehrt Unsicherheit breitgemacht. Dies unter anderem wegen der steigenden Corona-Infektionen in vielen Ländern sowie den im November anstehenden US-Wahlen. Dieses Jahr war bislang denkbar ungünstig für Börsenkandidaten.

    Epic wäre in diesem Jahr das erste Unternehmen mit dem Gang an die Schweizer Börse über eine Aktienplatzierung gewesen. Ursprünglich waren laut Marktbeobachtern einige Kandidaten in den Startlöchern gestanden, doch hatte die Coronakrise etwaigen Börsenplänen einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht.

    Aktienplatzierung durch Corona erschwert

    Die durch die Pandemie ausgelösten Unsicherheiten erschwerten eine Aktienplatzierung. Kommt es zu starken Schwankungen, wird es schwierig, eine sinnvolle Preisspanne festzulegen. Dabei kam die Krise für Börsenkandidaten genau zur Unzeit: Normalerweise öffnet sich von April bis Anfang Mai ein wichtiges Zeitfenster. Aufgrund der US-Wahlen droht sich nun auch das Fenster im Herbst zu schliessen.

    In der Schweiz schafften es bislang 2020 einzig sogenannte Spin-Offs über die Ziellinie. Bei einem Spin-Off spalten bereits börsenkotierte Unternehmen einen Teil ab. Der Mischkonzern Metall Zug hat über diesen Weg seine Haushaltgerätesparte V-Zug an die Börse gebracht, der Baukonzern Implenia einen Teil des Entwicklungsportfolios als Ina Invest. Im letzten Jahr gab es sieben Börsengänge, davon vier über Aktienplatzierungen.

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