Dritter Rückgang der Gesamtbeschäftigung in Folge im Schlussquartal

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    Neuchâtel,

    Insgesamt zählte das Bundesamt für Statistik (BFS) im vierten Quartal dieses Jahres 5,135 Millionen Beschäftigte in der Schweiz.

    Eine Beraterin des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums RAV Thun zeigt einer arbeitslosen Person eine Informationsbroschüre zum Thema elektronische Bewerbung wahrend eines Beratungsgesprächs. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Zahl der Stellen sank innert Jahresfrist um 0,4 Prozent.
    • Insgesamt wurden 12'600 weniger offene Stellen gezählt als im Vorjahr.

    Der Schweizer Stellenmarkt hat im Zuge der Corona-Pandemie auch im Schlussquartal einen Rückgang erlitten. Die Zahl der Stellen sank innert Jahresfrist um 0,4 Prozent. Zudem präsentieren sich die Beschäftigungsaussichten schlechter als im Vorjahr.

    Insgesamt zählte das Bundesamt für Statistik (BFS) im vierten Quartal dieses Jahres 5,135 Millionen Beschäftigte in der Schweiz, wie es am Freitag mitteilte. Saisonbereinigt belief sich der Wert auf 5,128 Millionen, was gegenüber dem Vorquartal einer minimalen Zunahme um 0,1 Prozent entspricht.

    In Vollzeitäquivalenten belief sich die gesamte Beschäftigung in der Schweiz im letzten Quartal 2020 auf insgesamt 3,995 Millionen Stellen. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist das ein Minus von 0,4 Prozent.

    regionales arbeitsvermittlungszentrum arbeitslosigkeit
    Erfreuliche Nachrichten aus den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV). Die Arbeitslosigkeit in Zürich ist gesunken und das dürfte in Zukunft weiterhin der Fall sein. - Keystone

    Dabei sank sowohl im sekundären Sektor, also in der Industrie und im Baugewerbe, als auch im Dienstleistungenssektor die Beschäftigung. Sie nahm um 1,2 Prozent (-13'000 Stellen) respektive 0,2 Prozent (-10'000 Stellen) ab.

    Zunahme nur in der Ostschweiz

    Auch nach Regionen betrachtet ging es fast im ganzen Land nach unten. Im Jahresvergleich nahm die Beschäftigung nur in der Ostschweiz mit 0,8 Prozent zu, in den übrigen Grossregionen nahm die Beschäftigung ab. Dabei fiel der Rückgang im Kanton Tessin mit -4,4 Prozent besonders stark aus.

    Im sekundären Sektor verzeichnete nur die Genferseeregion (+1,5%) eine Zunahme der Beschäftigten. Die restlichen Grossregionen verzeichneten Rückgänge zwischen 1,0 Prozent (Nordwestschweiz und Zentralschweiz) und 2,5 Prozent (Espace Mittelland).

    Der Dienstleistungssektor vermeldete in der Region Espace Mittelland (+0,6%) und in der Ostschweiz (+1,5%) einen Anstieg der Beschäftigten. In der Beschäftigungsstatistik wurden gemäss BFS Beschäftigungsgrade angegeben, wie sie im Arbeitsvertrag festgelegt sind. Kurzarbeit ist in der Statistik somit nicht berücksichtigt.

    Weniger offene Stellen

    Auch die Anzahl offener Stellen ging zurück. Insgesamt wurden 12'600 weniger offene Stellen gezählt als im Vorjahr. Das ist ein Rückgang um gut 16 Prozent.

    Die Aussichten für das nächste Quartal sind nach wie vor nicht sonderlich gut. Gemäss BFS ist der Indikator der Beschäftigungsaussichten, der aus Angaben der befragten Unternehmen zu den künftigen Stellenentwicklungen ermittelt wird, gegenüber dem Vorjahr erneut gesunken. Das Minus beträgt 2,4 Prozent auf einen Wert von 1,01.

    Der Indikator erreichte im «Gastgewerbe» (0,89, -10,9%) einen Tiefpunkt. Hier sei auch im nächsten Quartal nicht mit einer Erholung zu rechnen.

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