Der Arboner Küchenbauer Forster stellt sich neu auf
Der Küchenbauer Forster, der 2025 in finanzielle Turbulenzen geraten war, hat sich auf Anfang 2026 neu aufgestellt. Der bisherige CEO Daniel Pedrett geht. Nun übernimmt die Familie Cerfeda auch die operative Führung.

Der Abgang von CEO Pedrett wird in einem Communiqué vom Dienstag damit begründet, dass er ein befristetes Mandat zur Stabilisierung und Neuausrichtung der Firma gehabt habe. Die operative Führung geht nun an Daniele Cerfeda, der bisher für die Finanzen verantwortlich war. Er werde den Betrieb des Unternehmens, das Stahlküchen herstellt, gemeinsam mit dem bisherigen Team sicherstellen.
Ergänzt wird das Management der Forster Manufaktur AG, wie sich die Firma nun nennt, laut den Angaben durch den neuen Finanzchef Felix Posavec. In der IT hat Hans-Rudolf Nyfeler die Leitung übernommen, während Dejan Skaljac als neuer Vertriebsleiter den Bereich Sales verantwortet. Für die Produktion ist weiterhin Lorenz Jordi zuständig, für den Personalbereich Sandra Grüninger.
Die Neuaufstellung folgt auf eine tiefgreifende Restrukturierung im Jahr 2025. Ende Juni wurde für die finanziell angeschlagene Forster Swiss Home AG eine Auffanglösung umgesetzt. Eine neue Gesellschaft mit dem bisherigen Aktionär und Verwaltungsrat Giovanni Cerfeda übernahm den Betrieb per 1. Juli, nachdem das Bezirksgericht Arbon die Übernahme genehmigt hatte.
Zuvor war über den Küchenbauer Mitte Mai eine provisorische Nachlassstundung verhängt worden. Im Rahmen der Auffanglösung wurden alte Verbindlichkeiten nicht übernommen, zudem verlor rund ein Viertel der damaligen 135 Mitarbeitenden ihre Stelle. Die anderen Mitglieder des Verwaltungsrats sowie die übrigen Aktionäre waren an der neuen Firma nicht mehr beteiligt.
Cerfeda hatte den Schritt mit dem Ziel begründet, das Unternehmen mit schlanker Führung neu auszurichten und die Marke Forster wieder klar auf Qualität zu positionieren.






