Im Korruptionsskandal der Credit Suisse in Mosambik kritisiert eine Kommissarin der US-Börsenaufsicht SEC die Auflagen für gewisse Tochtergesellschaften der Grossbank: Die Auflagen würden Investmentfondsdienstleister treffen, die an den illegalen Aktivitäten nicht beteiligt gewesen seien.
Teuer für die Grossbank: Die Mosambik-Affäre kostet die Credit Suisse fast 475 Millionen Dollar. (Archivbild)
Teuer für die Grossbank: Die Mosambik-Affäre kostet die Credit Suisse fast 475 Millionen Dollar. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/URS FLUEELER

Das Wichtigste in Kürze

  • Das erklärte SEC-Kommissarin Hester Peirce am Mittwochabend in einem Beitrag auf der SEC-Homepage.

Die Credit Suisse war am Vortag von den Aufsichtsbehörden mehrerer Länder zu einer saftigen Busse verurteilt worden. Die Grossbank stimmte einem Vergleich in Höhe von 547 Millionen Dollar zu. Dafür wird die Strafverfolgung für drei Jahre ausgesetzt.

Zudem verhängten die SEC und die britische Finanzmarktaufsicht FCA Massnahmen gegen die Grossbank. Denn im Jahr 2013 hatten die britische CS-Tochtergesellschaft Credit Suisse Securities (Europe) Limited (CSSEL) Kredite von einer Milliarde Dollar an zwei mosambikanische Staatsgesellschaften arrangiert, mit denen unter anderem der Aufbau einer Thunfischfangflotte bezahlt werden sollte. Bei diesen Krediten wurden laut den Angaben Gelder in der Höhe von mehreren Hundert Millionen «zweckentfremdet». Ehemalige CSSEL-Banker liessen sich bestechen.

Mit gewissen Auflagen zeigte sich die SEC-Kommissarin nicht einverstanden. Eine Folge des Schuldeingeständnisses der CSSEL sei die Anwendung von Paragraph 9a des US-Investment Company Act. Dieser schliesse die mit der CSSEL verbundenen Tochtergesellschaften automatisch davon aus, als Anlageberater oder Underwriter für bestimmte Arten von Investmentgesellschaften tätig zu sein.

Diese Investmentfondsdienstleister hätten aber mit den Vorgängen in Mosambik nichts zu tun gehabt und die von ihnen betreuten Fonds seien durch das Verhalten der CSSEL nicht geschädigt worden.

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