Calida-Aktionär Signorell läuft beim Verwaltungsrat auf
Der Verwaltungsrat von Calida stellt sich gegen die Forderungen von Aktionär Bernhard Signorell. Dies ist der Einladung zur Generalversammlung vom 15. April zu entnehmen.

Signorell, der rund 3 Prozent an Calida hält, verlangt einen Aktienrückkauf von bis zu 10 Prozent des Kapitals mit anschliessender Vernichtung der Titel. Konkret will der Inhaber der Beninvest Vermögensverwaltung damit den deutlich unterbewerteten Aktienkurs stützen.
Zudem fordert der Aktionär den Verkauf der US-Tochter Cosabella, des Sorgenkinds von Calida. Darüber hinaus verlangt er eine Reduktion der Vergütungen des Verwaltungsrats um mindestens 25 Prozent und eine stärkere Ausrichtung der Entschädigung an der Aktienkursentwicklung.
Der Verwaltungsrat widerspricht Signorell zwar nicht in der Einschätzung, dass die Aktie deutlich unterbewertet sei. Ein Programm in der von Signorell geforderten Grössenordnung sei aber finanziell nicht zu verantworten.
Statt eines Programms über 10 Prozent plant der Verwaltungsrat Rückkäufe von maximal 2 Prozent des Kapitals im Rahmen des bestehenden Kapitalbands. Die verfügbaren Mittel sollen in erster Linie für die Weiterentwicklung des Geschäfts und der Marken eingesetzt werden, da dies entscheidend für die mittel- bis langfristige Wachstumsstrategie sei.
Zudem hat der Entscheid über den Rückkauf direkte Konsequenzen für die Dividende. Falls die Aktionäre dem Rückkaufprogramm zustimmen, würde auf die anlässlich der Jahreszahlen im Februar in Aussicht gestellte Dividende von 0,25 Franken je Aktie verzichtet.
Zu den strategischen Forderungen, insbesondere dem Verkauf der US-Tochter Cosabella, äussert sich der Verwaltungsrat in der Einladung nicht. Zur geforderten Kürzung der Vergütungen hält das Gremium fest, dass diese im Marktvergleich bereits tief seien.
Zudem werde künftig ein Teil der Entschädigung in gesperrten Aktien ausbezahlt, heisst es. Eine stärkere Kopplung an die Kursentwicklung sei damit bereits gegeben.










