Bodycams bei Baselland Transport AG vorerst ohne Standby-Modus
Die Baselland Transport AG (BLT) will am Einsatz von Bodycams zum Schutz ihrer Mitarbeitenden festhalten. Sie verzichtet aber vorerst auf durchgehende Aufnahmen, die nicht gespeichert werden, wie sie am Mittwoch in einer Mitteilung schreibt.

Der sogenannte Standby-Modus, also eine durchgehende Aufnahme von zweiminütigen Sequenzen, die allerdings immer wieder überschrieben werden, ausser man speichert sie manuell, soll bis zur rechtlichen Klärung nicht verwendet werden, wie es heisst. Man führe zur Zeit klärende Gespräche und überprüfe die Rechtslage erneut.
«Wir investieren seit Jahren in Ausbildung, Deeskalation und Prävention. Die Bodycams sind ein weiterer Schritt in diesem konsequenten Sicherheitskonzept. Gleichzeitig nehmen wir Datenschutz und rechtliche Fragen sehr ernst – deshalb handeln wir umsichtig und im Dialog mit den zuständigen Stellen», wird BLT-CEO Frédéric Monard im Communiqué zitiert.
Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (Edöb) forderte die SBB am Dienstag auf, darauf hinzuwirken, dass keine neuen Überwachungsmassnahmen bei konzessionierten Transportunternehmen eingesetzt werden, bis der Bundesrat die entsprechende Verordnung angepasst hat. Dies schreibt Edöb-Sprecherin Katja Zürcher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. CH Media hatte als erstes über diese Intervention berichtet.
Die BLT setzte die Bodycams seit Ende Januar 2026 ein. Das Transportunternehmen bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des «Blick» gegenüber Keystone-SDA.






