Bodycams bei Baselland Transport AG vorerst ohne Standby-Modus

Keystone-SDA Regional
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Leimental,

Die Baselland Transport AG (BLT) will am Einsatz von Bodycams zum Schutz ihrer Mitarbeitenden festhalten. Sie verzichtet aber vorerst auf durchgehende Aufnahmen, die nicht gespeichert werden, wie sie am Mittwoch in einer Mitteilung schreibt.

Die SBB haben Bodycams getestet und auch die Baselland Transport AG will sie einsetzen. Laut dem Bund fehlt derzeit jedoch eine ausreichend bestimmte Gesetzesgrundlage für den Einsatz....
Die SBB haben Bodycams getestet und auch die Baselland Transport AG will sie einsetzen. Laut dem Bund fehlt derzeit jedoch eine ausreichend bestimmte Gesetzesgrundlage für den Einsatz.... - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

Der sogenannte Standby-Modus, also eine durchgehende Aufnahme von zweiminütigen Sequenzen, die allerdings immer wieder überschrieben werden, ausser man speichert sie manuell, soll bis zur rechtlichen Klärung nicht verwendet werden, wie es heisst. Man führe zur Zeit klärende Gespräche und überprüfe die Rechtslage erneut.

«Wir investieren seit Jahren in Ausbildung, Deeskalation und Prävention. Die Bodycams sind ein weiterer Schritt in diesem konsequenten Sicherheitskonzept. Gleichzeitig nehmen wir Datenschutz und rechtliche Fragen sehr ernst – deshalb handeln wir umsichtig und im Dialog mit den zuständigen Stellen», wird BLT-CEO Frédéric Monard im Communiqué zitiert.

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (Edöb) forderte die SBB am Dienstag auf, darauf hinzuwirken, dass keine neuen Überwachungsmassnahmen bei konzessionierten Transportunternehmen eingesetzt werden, bis der Bundesrat die entsprechende Verordnung angepasst hat. Dies schreibt Edöb-Sprecherin Katja Zürcher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. CH Media hatte als erstes über diese Intervention berichtet.

Die BLT setzte die Bodycams seit Ende Januar 2026 ein. Das Transportunternehmen bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des «Blick» gegenüber Keystone-SDA.

Die SBB betonten ihrerseits am Mittwochabend, dass sie in diesem Kontext nicht stellvertretend für alle öffentlichen Verkehrsbetriebe handeln könne und dürfe. Die SBB habe aus den Medien von diesem Vorfall erfahren. Sie selber arbeite eng mit dem Edöb in dieser Frage zusammen und werde keine Bodycams bei Kundenbegleitern einführen, solange die Rechtslage nicht geklärt sei.

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Kommentare

User #1694 (nicht angemeldet)

Wie kann man denken das Bodycams schützen? Das ist wie eine Messerverbotszone in Deutschland. Einen Straftäter der böses vor hat, dem juckt das nicht, der greift an. Nützen würde Pfeffersprays und Selbstverteidigungstraining (mit gezielte Schläge dem Angriff entkommen). Die BLT hat das Pfefferspray abgeschafft was 2022 noch im Einsatz war und jetzt will sie zu den Kameras in den Tram auch noch Bodycams, für was? Wie gesagt die schützen nicht, wie auch es ist eine Kameralinse......

User #3154 (nicht angemeldet)

Andere ÖV Betreiber Testen auch Bodycams einfach mal google Kontrolldienste Schweiz Bodycams dann findet man alle Berichte von denn Medien die darüber geschrieben haben. Die Bodycams braucht es in der Schweiz ist nicht mehr wie früher und wie in andere Artikel auch geschrieben wird werden die Aufnahmen werden nur verwendet wenn die Polizei sie braucht für eine Anzeige. Allgemein sollte man nicht die Täter schützen sondern das Personal schützen und das macht man mit solche Aufnahmen. Und erhrlich gesagt würde ich in einem Tram oder Bus sitzen und jemand greift einen an dann rufe ich die Polizei und mache mit meinem Handy ein Video damit ich es dann der Polizei geben kann dann interessiert niemanden denn Datenschutz.

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