Axpo

    Axpo: Millionenboni für 50 Stromhändler?

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

    Baden,

    Stromhändler der Axpo sollen Boni von je bis zu 9 Millionen Franken erhalten haben. Auch die Vergütungen für CEO Christoph Brand stehen weiter in der Kritik.

    Axpo Logo Berge
    Stromhändler der Axpo sollen Boni von bis zu 9 Millionen Franken pro Person erhalten haben. (Symbolbild) - Keyystone

    Laut «Handelszeitung» sollen im Jahr 2023 über 50 Axpo-Angestellte Boni von mehr als 1 Million Franken erhalten haben. GLP-Grossrat Gian von Planta sprach gegenüber «CH-Media» davon, dass vereinzelten Boni, die «bis zu 9 Millionen pro Person» betrugen.

    Bekommst du leistungsabhängige Boni von deinem Arbeitgeber?

    Für das laufende Jahr schätzt von Planta, dass mehr als 30 Personen derartige Millionenboni erhielten. Besonders bemerkenswert an den Zahlungen sei, dass sie sogar die Vergütungen der Führungsriege überstiegen.

    Der Konzern selbst gibt keine detaillierten Auskünfte zu den Bonuszahlungen. Sprecherin Simina Marca erklärt gegenüber der «Aargauer Zeitung»: «Axpo macht keine Angaben zur Grösse des Bonuspools und zu individuellen Bonuszahlungen».

    Leitung der Axpo gönnt sich 80 Prozent mehr

    Die Vergütungen der Geschäftsleitung stehen ebenfalls massiv in der Kritik. Laut «Blick» erhält die sechsköpfige Konzernleitung insgesamt 8,6 Millionen Franken – ein Anstieg von 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

    Christoph Brand CEO Axpo
    Zuletzt hatte es massive Kritik an den Boni des CEO der Axpo, Christoph Brand, gegeben. (Archivbild) - Keystone

    CEO Christoph Brand sieht seine Bezüge von 1,1 auf 1,8 Millionen Franken steigen, wie die «Handelszeitung» berichtet. Der Aargauer Energiedirektor Stephan Attiger kritisiert laut «Aargauer Zeitung»: «Die nun angekündigten Vergütungen sind aus unserer Sicht in dieser Höhe nicht vertretbar».

    Die Axpo verteidigt derweil ihr Vergütungssystem, laut Marca sei «der direkt ausbezahlte Anteil nach oben gedeckelt». Zudem seien die Händler über ein Malus-System auch an Misserfolgen beteiligt.

    Big Player in öffentlicher Hand

    Die Axpo ist der grösste Schweizer Energiekonzern und befindet sich vollständig in öffentlicher Hand. Die Kantone Aargau und Zürich sind die Hauptaktionäre.

    Axpo Solarmodule
    Solaranlage der Axpo an der Muttsee Staumauer in Linthal GL. (Archivbild) - Keystone

    Das Unternehmen ist in der Stromproduktion und im Energiehandel tätig und beschäftigt rund 5000 Mitarbeitende. Im Geschäftsjahr 2023/24 erwirtschaftete der Konzern eine Gesamtleistung von 7,64 Milliarden Franken.

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    Kommentare

    User #2303 (nicht angemeldet)

    Die Privatisierung war der grösse Betrug am Volk. Elite und Politik füllen sich nur die Taschen.

    User #2760 (nicht angemeldet)

    und unsere 7 Lügenbolde wollen uns Weis machen, wir hätten zu wenig Strom. Die Politik muss neu Reformiert werden!!

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