Apple könnte mit Peanuts den Streaming Durchbruch schaffen

    Michael Bolzli
    Michael Bolzli

    USA,

    Tech-Gigant Apple dürfte bald einen Video-Dienst lancieren. Die Erfolgschancen sind intakt. Zumal der Dienst kostenlos sein soll.

    Eddy Cue Apple TV.
    Eddy Cue bei der Präsentation von Apple TV. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nächstes Jahr lanciert Apple einen Video-Streaming-Dienst.
    • Der soll für Kunden des Konzerns kostenlos sein.

    Gut möglich, dass Streaming-Dienste einst das lineare Fernsehen ablösen werden. Logisch also, lancieren immer mehr Unternehmen eigene Streaming-Plattformen. Mit dem Ziel, Netflix und Amazon Marktanteile abzuluchsen.

    Auch Apple plant einen eigenen Dienst. Der soll bereits nächstes Jahr lanciert werden. Und wie wir jetzt wissen, will der Tech-Konzern die legendären Peanuts zurückbringen. Zuvor sickerte bereits durch, dass Sendungen mit Schauspielerinnen Jennifer Aniston und Reese Witherspoon, Kult-Regisseur Steven Spielberg und Sixth-Sense-Regisseur M. Night Shyamalan in der Pipeline sind.

    4,2 Milliarden Dollar soll Apple dafür bis 2022 investieren. Eine Stange Geld. Doch Netflix gab alleine 2018 über 8 Milliarden Dollar für Produktionen aus. Und Amazon will nächstes Jahr 4,5 Milliarden investieren.

    Verhandlungen mit HBO

    Der Apple-Dienst hat einen Vorteil: Er soll für Kunden kostenlos sein. Und glaubt man der Gerüchteküche, will Apple auch Inhalte von Anbietern wie HBO vermarkten. Damit dürfte das Angebot für viele Nutzer interessanter werden.

    Ist das Angebot gratis, so dürften zumindest bestehende Apple-Kunden den Dienst ausprobieren. Davon gibt es viele: Laut Apple sind 1,3 Milliarden Geräte aktiviert. Klar, viele Kunden dürften mehrere Geräte haben, die Nutzerzahl wird wohl deutlich tiefer sein. Aber bestimmt höher, als jene der Netflix-Abonnenten. Davon gibt es zur Zeit 130 Millionen.

    Zu viel Exklusivität

    Ob Apple-Kunden das Netflix-Abo künden, ist fraglich. Denn noch hat der Marktführer viele exklusive Inhalte, auch wenn die Qualität der Eigenproduktionen zuletzt abgenommen hat.

    Fakt ist: Apple heizt den Wettbewerb weiter an. Das ist in diesem Fall nicht per se gut. Zumindest für all jene, die keine Geräte des Tech-Konzerns besitzen. Auch Apple wird exklusive Inhalte einkaufen wollen. Was Apple exklusiv hat, fehlt dann anderswo. Nutzer müssen zwangsweise mehrere Dienste abonnieren, wenn sie das ganze TV-Paket wollen.

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