An den Aktienmärkten ist von Erholung keine Spur
Die Stimmung am Schweizer Aktienmarkt hat sich am Donnerstag klar eingetrübt. Der vorsichtige Erholungsversuch vom Vortag ist damit bereits wieder Geschichte. Generell dominierte das Thema Iran das Handelsgeschehen.

Kurz nach Handelseröffnung hatten Gerüchte über einen möglichen Verhandlungswillen des Iran mit Blick auf das Atomprogramm die Börsen noch angetrieben. Mit weiteren militärischen Aktionen im Tagesverlauf kippte die Stimmung jedoch wieder klar ins Negative.
Es sei derzeit schwer abzuschätzen, wie weit sich die Eskalationsspirale noch drehen werde, sagte ein Händler. Nicht zuletzt ist laut Experten unklar, wer mit den USA verhandeln könnte, da es keinen eindeutigen Verhandlungsführer im Iran gebe. Angesichts der unübersichtlichen Lage hielten sich die Investoren weltweit zurück.
Für Nervosität sorgte zudem der weiter steigende Ölpreis. Am Abend wurde Brent-Öl zu 84,62 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt (+4,0 Prozent). Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am Wochenende hat sich Brent-Öl um mittlerweile über 16 Prozent verteuert.
Die Strasse von Hormus, durch die ein grosser Teil des globalen Ölhandels verläuft, bleibt die Hauptsorge des Marktes. Der Schiffsverkehr durch diese Wasserstrasse kam zuletzt nahezu zum Erliegen.
Die hiesigen Börsen reagierten mit Kursschwankungen. Der Leitindex SMI schloss schliesslich um 1,57 Prozent tiefer bei 13'298 Punkten und damit auf dem Tagestief. Am Morgen war er kurzzeitig bis auf 13'557 Zähler gestiegen.
Auch die europäischen Leitindizes schlossen schwächer, während die US-Börsen derzeit ebenfalls im Minus notieren.
Von den Blue Chips kamen hierzulande etwa die Titel des Logistikers Kühne+Nagel (-2 Prozent) unter Druck. Die gesamte Branche leidet unter Sorgen um den globalen Handel.
Indes überstrahlten Galderma (+7 Prozent) bei den Midcaps nach ihren Jahreszahlen die ansonsten gedämpfte Stimmung. Vor allem der positive Ausblick getragen vom Hoffnungsträger Nemluvio kam gut an.






