Amazon streckt Fühler nach James-Bond-Filmreihe aus

    Keystone-SDA
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    USA,

    Amazon verhandelt momentan über den Kauf des Hollywood-Studios MGM. Mit der Übernahme der Studios würde auch die James-Bond-Filmreihe übergehen.

    Amazon James Bond
    Amazon verhandelt über den Kauf der MGM-Studios, dazu gehört auch die James-Bond-Filmreihe. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Laut Medienberichten ist es möglich, dass Amazon bald die Hollywood-Studios MGM übernimmt.
    • Damit würden auch über 4000 Filme und TV-Serien zu Amazon übergehen.
    • Der Verkaufspreis wurde vom Studio auf neun Milliarden Dollar angesetzt.

    Im Wettstreit der Streaming-Plattformen verhandelt Amazon laut Medienberichten über den Kauf des Hollywood-Studios MGM. Mit der Übernahme bekäme Amazon die James-Bond-Filmreihe sowie eine Bibliothek aus mehr als 4000 Streifen oder TV-Serien wie «Fargo».

    Amazon James Bond MGM
    Die traditionsreiche Filmproduktionsfirma Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) von Amazon gekauft (Archivbild) - sda - KEYSTONE/EPA/MGM / HANDOUT

    Das Studio habe einen Verkaufspreis von neun Milliarden Dollar angesetzt, schrieb die «New York Times» in der Nacht zum Dienstag. Zugleich heisst es schon seit Monaten, MGM suche nach einem Käufer. Der «New York Times» zufolge hatten sich auch Apple und der Universal-Eigentümer Comcast MGM angeschaut. Und den Höchstpreis bei sechs Milliarden Dollar gesehen.

    Verkaufspreis von sieben bis zehn Milliarden

    Die Tech-Website «The Information», die von den Gesprächen mit Amazon berichteten, schrieb von einem Kaufpreis zwischen sieben und zehn Milliarden. Auch die «Financial Times» und das Branchenblatt «Variety» berichteten von Verhandlungen zwischen MGM und Amazon.

    Der weltgrösste Online-Händler ist einer der grossen Player beim Videostreaming. Auch weil sein Angebot im Abo-Dienst Prime mit mehr als 200 Millionen Kunden integriert ist. Aktuell sind auch Netflix und Disney besonders stark in dem Geschäft.

    Amazon
    Das Logo des Weltkonzerns Amazon. - Keystone

    Dahinter setzt eine Auslese ein. So beschloss diese Woche der US-Telekomriese AT&T, seine Mediensparte Warnermedia (CNN, HBO, Warner Bros.) mit dem Rivalen Discovery zusammenzulegen, um das Streamingangebot zu stärken. Und in Frankreich wollen die beiden grossen TV-Gruppen TF1 und M6 fusionieren.

    MGM ist nicht Teil eines Grosskonzerns

    MGM ist eines der wenigen Hollywood-Studios, das nicht Teil eines Grosskonzerns ist. Die Konkurrenz von Warner Bros. gehört noch zu AT&T, Fox zum Unterhaltungsriesen Disney, Universal zum Kabelkonzern Comcast und Paramount zum Medienriesen ViacomCBS. Grösster Anteilseigner von MGM ist der Hedgefonds Anchorage Capital, der nach der Finanzkrise ab 2010 in die strauchelnden MGM-Studios investierte.

    MGM hat wie der Rest der Branche in der Pandemie unter geschlossenen Kinos zu leiden. Der Start der Blockbuster-Hoffnung «No Time to Die» aus der James-Bond-Reihe musste bereits mehrfach verschoben werden. Dagegen boomt mit fehlenden Ausgehmöglichkeiten in Nordamerika und Europa das Video-Streaming zu Hause.

    Amazon James Bond
    Amazon und MGM sprechen über mögliche Übernahme - AFP/Archiv

    Die Anbieter investieren mittlerweile neben dem Ankauf von Lizenzen auch viel Geld in eigene Produktionen. Amazon etwa schraubte die Ausgaben für Inhalte vergangenes Jahr von 7,8 auf 11 Milliarden Dollar hoch.

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