So begründet die Konzernleitung den Verkauf der Tochterfirmen

    Thomas Riner
    Thomas Riner, Nico Zachmann

    Zürich,

    Für Globus, Depot, Interio und M-Way werden neue Eigentümer gesucht. So erklärt der Chef der Migros den Verkauf der Tochterfirmen.

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    «Nicht jeder darf die Firmen kaufen» - Nau

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Migros-Gruppe will vier ihrer Tochterunternehmen verkaufen.
    • Betroffen sind Globus, Depot, Interio und M-Way.
    • Die Verantwortlichen haben am Donnerstagnachmittag zum Verkauf Stellung genommen.
    • Migros-Chef Zumbrunnen ist optimistisch, die richtigen Käufer zu finden.

    Am Donnerstagnachmittag äusserten sich die Verantwortlichen der Migros-Gruppe zu den Verkaufsplänen. Vor den versammelten Medien erklärte Fabrice Zumbrunnen, Präsident der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB) den Entscheid. «Analysen haben gezeigt, dass diese Unternehmen ausserhalb der Migros-Gruppe bessere Erfolgsaussichten haben. Die Migros ist nicht mehr die beste Eigentümerin»

    Dass der Ausverkauf mit den Gewinneinbrüchen, die Migros in den letzten Jahren zu beklagen hatte, zu tun habe, verneint Zumbrunnen: «Nein, das hat nichts damit zu tun. Es geht um die Absichten der Unternehmen und fehlende Synergien.»

    Die Migros habe die vier Tochterunternehmen in den letzten Jahren im anspruchsvollen Marktumfeld weiterentwickelt und viel investiert. Diese seien jetzt gut positioniert und für die Zukunft gerüstet.

    Die Migros-Gruppe ist jetzt auf der Suche nach neuen Eigentümern. Die entsprechenden Verkaufsprozesse seien eingeleitet, sagt Fabrice Zumbrunnen. «Ich bin optimistisch, dass wir gute Eigentümer finden werden. Es haben sich schon viele Interessenten gemeldet, Verkaufsgespräche haben wir aber noch keine geführt.»

    Fabrice Zumbrunnen betont, dass die Migros auf der Suche nach den bestmöglichen Käufern sei. Von neuen Eigentümern erwartet er, dass sie klare Pläne haben und bereit seien, nötige Investitionen zu tätigen. Zudem erwartet man, dass die Käufer redliche Absichten bezüglich der betroffenen Mitarbeiter haben.

    Unüblich erscheint die frühe und aktive Kommunikation der Migros-Gruppe. Über die Verkaufspläne von Globus, Depot, Interio und M-Way wurde hauptsächlich aus einem Grund informiert. «Es war uns besonders wichtig, unsere Mitarbeiter zu informieren. Solche Verkaufsprozesse dauern längere Zeit und darum wollten wir Gerüchte unbedingt vermeiden.»

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    Fabrice Zumbrunnen, Präsident Generaldirektion MGB, im Interview. - Nau

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