Stadt Zürich

Zürich: Wegen Billig-Anbieter – 120 Velokuriere verlieren ihren Job!

Marie Augustin
Marie Augustin

Zürich,

Die Familie Wiesner Gastronomie stellt ihren hauseigenen Kurierdienst ein. 120 Velokuriere stehen ab Ende Oktober ohne Job da.

Velokuriere Uber Eats Wiesner
Die Angebote von Konkurrenten wie Uber Eats kosten die Velokuriere der FWG ihren Job. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Konkurrierende Kurierdienste machen der Familie Wiesner Gastronomie zu schaffen.
  • Der eigene Kurierdienst rentiert sich nicht mehr und wird per Ende Oktober eingestellt.
  • Übernommen werden die Lieferungen ausgerechnet von der Konkurrenz.

«Wir haben unseren eigenen Kurierdienst vor 14 Jahren aufgebaut und waren damit Pioniere in der Schweiz», erklärt Daniel Wiesner im «Blick». Er gehört der Familie Wiesner Gastronomie (FWG) mit Sitz in Dübendorf ZH an, die unter anderem 120 Velokuriere beschäftigt. Diese liefern Essensbestellungen aus – ein Markenzeichen der FWG.

Doch per Ende Oktober wird der hauseigene Kurierdienst eingestellt. Die Lieferanten der FWG, die Lokale von Miss Miu, Negishi, Nooch und Outback betreibt, verlieren damit ihren Job.

Familie Wiesner Gastronomie Entlassungen
Die Familie Wiesner der FWG prüft derzeit das weitere Vorgehen. - fwg.ch

Das Unternehmen schreibe schon seit geraumer Zeit Verluste mit seinem Kurierdienst. «Neue, grosse Anbieter wie Uber Eats und Just Eat haben den Markt stark verändert», erläutert Wiesner. «Trotz verschiedener Massnahmen ist es uns nicht gelungen, den Dienst auf eine wirtschaftlich tragfähige Basis zu stellen.»

Konkurrenz: Verursacher übernimmt Auslieferung

Der Entscheid zur Aufgabe des Kurierdienstes sei allerdings «noch nicht definitiv», so Wiesner weiter. Es laufe gerade ein Konsultationsverfahren. «Jede Stadt wird dabei einzeln geprüft.»

Lässt du dir dein Essen häufig per Kurier liefern?

Für den Fall einer Massenentlassung will das Unternehmen einen Härtefallfonds von 50'000 Franken bereitstellen. Man wolle versuchen, «möglichst viele Mitarbeitende innerhalb der FWG weiterzubeschäftigen», heisst es gegenüber dem «Blick».

Ausgeliefert werden soll das Essen weiterhin. Allerdings ausgerechnet durch die Konkurrenz, welche die wirtschaftliche Tragfähigkeit der FWG-Kuriere untergräbt. Die Logistikpartner sollen unter anderem Billig-Kuriere wie Uber Eats umfassen.

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Kommentare

User #6131 (nicht angemeldet)

Selbst Schuld! Nooch Hardbrücke ist unterirdisch: Statt Gäste mit Reservation zu begrüssen und platzieren wird lieber erst Mal minutenlang Gutschein verkauft und Lieferungen rausgegeben. Pfui!

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