Zürcher Platzspitz-Besetzer ziehen früher ab

Sie hätten bis 15 Uhr bleiben dürfen, haben sich jetzt aber schon früher zurückgezogen: Die Aktivisten auf dem Platzspitzareal in Zürich räumen ihr Feld. Dahinter stecke ein taktisches Manöver, sagen die Besetzer.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Besetzer des Zürcher Platzspitz ziehen sich früher zurück.
  • Die Aktivisten haben gegen Zwangsmassnahmen in der Migrations- und Ausländerpolitik protestiert.
  • Zuvor hatte die Polizei ihnen die Erlaubnis gegeben, bis am Sonntag um 15 Uhr zu demonstrieren.

Mehrheitlich friedliche Protestaktion

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Polizeisprecher Marco Bisa: Die Stadtpolizei Zürich setzt den Aktivisten ein Ultimatum bis Sonntag 15 Uhr. - Nau
Mehrere hundert Personen haben den Platzspitz seit Freitag besetzt.
Mehrere hundert Personen haben den Platzspitz seit Freitag besetzt. - Nau

Ein Sprecher der Stadtpolizei bestätigte nach einem Augenschein, dass die Besetzer am Räumen sind. Seit Freitagabend hatten mehrere hundert Personen den Park beim Hauptbahnhof besetzt.

Die Besetzung des Zürcher Platzspitzes ist beendet: Die Aktivisten haben den Park am Sonntagmorgen geräumt. Eigentlich hätten sie bis am Nachmittag um 15 Uhr bleiben können.

Das für Sonntag angekündigte Programm finde nicht statt, teilten die Besetzer mit. Es sei von Anfang an ein taktisches Manöver gewesen, um einen sicheren Abzug für alle zu ermöglichen. Es war also von Anfang an geplant, den Park bereits am Sonntagmorgen zu verlassen.

In der Nacht auf Samstag gingen wegen der Aktion rund zwei Dutzend Lärmklagen ein. Zudem wurden vereinzelt Böller und Knallpetarden gezündet. Ansonsten blieb es gemäss bisherigen Erkenntnissen aber friedlich.

Die Demonstranten wählten den Platzspitz, weil er ein «Symbol für die staatliche Gewalt» sei. So sei der Park auch zwanzig Jahre nach der Vertreibung der Drogensüchtigen in der Nacht immer noch geschlossen. Mit der Aktion wollten sie gegen Zwangsmassnahmen im «immer repressiver werdenden» Asylbereich protestieren und forderten «Bleiberecht für alle». Warum die illegale Demo toleriert wurde, lesen Sie hier.

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